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Ratingen: Die Pläne der Post

VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 19.11.2008

Düsseldorf (RPO). Unruhe bei den Kunden: Die Filial-Schließung in West ist nicht der letzte Schritt des Unternehmens auf Ratinger Gebiet. Auch in Lintorf wird ein Kooperationspartner einsteigen. Bis 2011 muss die Maßnahme abgeschlossen sein.

Die Deutsche Post AG treibt ihre Pläne weiter voran. Und die sehen in erster Linie vor, die unternehmenseigenen Filialen in die Hände so genannter Kooperationspartner zu legen. Rund 700 Filialen befinden sich bundesweit zurzeit noch in Post-Eigentum.

„Bis 2011 soll die Maßnahme abgeschlossen sein“, betonte Sprecher Rainer Ernzer gestern auf RP-Anfrage. Nach dem Aus der Filiale in West (Berliner Platz) wird es auf absehbare Zeit auch die Filiale in Lintorf (Im Kreuzfeld) treffen. „Ich glaube nicht, dass dies schon im Jahr 2009 so sein wird“, so Ernzer, der sich aber nicht konkret festlegen wollte.

Der Post-Sprecher weiß um die Bedenken der Bürger, die befürchten, dass am Service gespart wird. „Dem ist aber nicht so“, betonte Ernzer, „im Gegenteil, bei den neuen Kooperationspartnern handelt es sich um engagierte Unternehmer.“

Der Rat der Stadt hatte sich mit einer Resolution an die Deutsche Post AG gewandt mit dem Ziel, noch einmal gegen die Schließung der Postfiliale in West zu protestieren. Die Post solle zumindest zusichern, dass die als Ersatz vorgesehene Postagentur im Einkaufszentrum auf Dauer bestehen bleibt – und zwar unabhängig von dem Laden, mit dem die Post jetzt ihren Vertrag abgeschlossen hat.

Die geplante Schließung der Postfiliale hat in West für viel Wirbel gesorgt – vor allem ältere Menschen haben Angst, dass sich der Service verschlechtern könnte und die Wege länger werden. Dazu komme die wichtige Frage, ob sich der Elektroladen, der die Postagentur beherbergt, auf Dauer halten kann. Und: Was geschieht im Falle einer Schließung?

Bürgermeister Harald Birkenkamp bestätigte damals, dass er direkt nach Bekanntwerden der Pläne im September den Kontakt mit der Post gesucht hatte. Diese habe ihm versichert, dass auch künftig alle bisher erbrachten Dienstleistungen, vom Postfach über den Paketdienst bis hin zu Bankdiensten, angeboten werden sollen. Bei einer eventuellen Geschäftsaufgabe der ausgewählten Agentur müsse die Post dafür sorgen, dass den Bürgern keine Nachteile entstehen, so Birkenkamp.

Anders ist der „Fall Poststraße“ gelagert: Das frühere Hauptpostamt ist im Besitz der Postbank, einer Tochter der Deutschen Post AG. „Die Postbank hat damals die großen Ämter aufgekauft“, erläuterte Ernzer, „es gibt es zurzeit 850 Ämter dieser Größenordnung in Deutschland.“ An Veränderungen in der Struktur denke die Postbank zurzeit nicht, versicherte Ernzer. Konkret: Eine Schließung sei kein Thema. Dennoch räumte er mit aller Vorsicht ein: „Wir wissen allerdings nicht, was in fünf Jahren ist.“

Quelle: RP

 
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