Ratingen: Die Rheinbahn testet schon
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 01.11.2008Düsseldorf (RPO). Das Verkehrsunternehmen drückt bei der Video-Überwachung an den Haltestellen am Düsseldorfer Platz aufs Tempo. Erste Bilder würden bereits in die Leitstelle übertragen, bestätigte Sprecher Eckhard Lander.
Die Pendler nehmen bisher kaum Notiz von den neuen Videokameras, die am Düsseldorfer Platz installiert wurden. Was die Kunden des Düsseldorfer Verkehrsunternehmens wohl noch gar nicht wissen: Die Rheinbahn testet schon. In der kommenden Woche sollen Schilder angebracht werden mit dem Hinweis, dass die Haltestellen mit Hilfe der Videotechnik überwacht werden. Rheinbahn-Sprecher Eckhard Lander bestätigte gestern den Stand der Dinge. „Im Grunde sind wir mit unserer Technik startklar“, betonte er. Der Datenschutzbeauftragte des Verkehrsunternehmens habe mit dem Kollegen der Stadt Ratingen diese Maßnahmen abgesprochen.
Neun Kameras sind im Bereich der Straßenbahn- und Bushaltestellen sowie der Gleisanlagen angebracht worden. Das dunkle, unübersichtliche Areal, das auf Betreiben der Stadt besser beleuchtet werden soll, wird künftig rund um die Uhr überwacht. Die Rheinbahn hat dafür die Abkürzung „Babe“ gewählt – „Bahnhofsbeobachtung“ also.
Die Bilder werden zur Leitstelle übermittelt. Dies geschieht in diesen Tagen ausdrücklich testweise, denn noch gebe es keinen offiziellen Starttermin für die Maßnahme. Dies müsse auch mit der Stadt Ratingen abgesprochen werden, erklärte Lander. Später wird es so sein: Die Bilder, die eingehen, werden 48 Stunden lang aufbewahrt. Sollten straftatrelevante Sequenzen darunter sein, so können diese Passagen herausgeschnitten werden, erklärte Lander. Der Polizeiwache, nur einen Steinwurf vom Düsseldorfer Platz entfernt, können die Bilder im Fall einer konkreten Anforderung zur Verfügung gestellt werden.
Die Kosten für die Kameras und die Installationsarbeiten belaufen sich auf rund 200 000 Euro. Es soll auch noch einen offiziellen Abnahmetermin geben. Die Rheinbahn, so kündigte Lander an, werde weiterhin kräftig in Ratinger Projekte (etwa Haltestellen) investieren.
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