Heiligenhaus: „Ein Fest mit Freunden“
VON PETRA WILLNAUER - zuletzt aktualisiert: 18.12.2006Düsseldorf (RPO). Die 27 Buden des Heiligenhauser Weihnachtsmarktes sorgten für heimelige Atmosphäre rund um das Rathaus. Für Auswahl und Präsentation des Angebots sorgten Reinhard Schneider und Veronika Kautz. Derweil stimmten sich am Samstag Kinder im Haus der Kirche auf Weihnachten ein.
Alle Jahre wieder zieht der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz viele Besucher an. Gemütlich ist einfach das richtige Wort, um den vom Kulturamt der Stadt organisierten Markt zur Weihnachtszeit zu beschreiben. Denn trotz der drangvollen Enge, hervorgerufen durch anschwellende Besucherströme, fühlt sich der Heiligenhauser gleich zu Hause. 27 Buden hatten Veronika Kautz und Reinhard Schneider auf dem Rathausplatz angeordnet.
Drei Gassen waren so entstanden, die den Strom der Weihnachtsmarktbesucher geschickt teilten. Seit Donnerstag erfreuten sich Groß und Klein an der besonderen Atmosphäre, den glitzernden Lichtern, dem Geruch von Gebratenem und heißem Glühwein. Uschi Klützke, Vorsitzende der Frauen Union, enttäuschte die Heiligenhauser auch bei diesem Weihnachtsmarkt nicht. Die beliebte selbst gemachte Marmelade zierte die Regale ihres Standes. Die standhafte Frauengruppe war bester Laune, was wohl an der heimeligen Atmosphäre, dem leckeren Glühwein und der Akkordeon- und Keyboardmusik von Lutz Strenger und Lothar Müller lag. „Wir fühlen uns wohl hier. Das besonders Schöne des Heiligenhauser Weihnachtsmarktes ist eben der familiäre Charakter. Ein Fest mit Freunden. Das hat unser Markt anderen Weihnachtsmärkten deutlich voraus“, fasste Uschi Klützke zusammen.
Musikalisches
Auch musikalische Genüsse warteten auf die Gäste: Neben den Dixie Devils hatten vor allem auch die Gesangsvereine ausreichend Raum im Programm.
Auf Weihnachten stimmten unter anderem der MGV Concordia, der MGV Heimatklänge, der Frauenchor Musica und der CVJM Posaunenchor ein.
Die Einnahmen will die Frauen Union wieder spenden. In diesem Jahr wird sie dabei unterstützt von der Lebenshilfe, die ebenfalls ihre Einnahmen auf dem Weihnachtsmarkt spenden will. Ein Fest mit Freunden. Auf die Besucher wartete süße Stollen von Schneider-Bäck, selbst gebasteltes am Stand des Clubs, stöbernswertes am Stand der Familie Kotthaus, Erzgebirgskunst aus Zwönitz. Neu in diesem Jahr ist die Kerzenwerkstatt der Arbeitstherapie Klinikum Niederberg. „Und zum ersten Mal in diesem Jahr ist auch das Heljensbad dabei“, zählte Veronika Kautz auf. Sie und Kulturamtsleiter Schneider freuen sich über jeden neuen Standbesitzer, achten aber gleichzeitig darauf, dass das Angebot nicht zu einseitig wird. So hatte auch das Bad mit seinem „speziellen Punsch“ – „der wirklich mit Vorsicht zu genießen ist“ – ein besonderes Angebot. Die gute Nachricht: Vor den Forellen des MGV Frohsinn brauchte man sich in diesem Jahr nicht mehr zu fürchten. „Im letzten Jahr ist uns mitten auf dem Weihnachtsmarkt der Ofen in Brand aufgegangen“, schmunzelte Joachim Witte. Damals war sofort ein Feuerwehrmann zur Stelle gewesen. Diesmal wartete der Verein mit Top-Ausrüstung auf: ein edelstahlverchromter Ofen der Beelonia GmbH sowie ein Wärmekasten für die fertigen Forellen. Den Besuchern schmeckte es auf jeden Fall.
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