Heiligenhaus: Ein Forum für Kreative
VON RUTH ORTLINGHAUS - zuletzt aktualisiert: 06.10.2008Düsseldorf (RPO). In der „Arthaus“-Galerie, untergebracht im ehemaligen Allkauf-Laden im Rathauscenter, gibt es seit einiger Zeit jeden Mittwoch zwischen 10 und 12 Uhr wechselnde Ausstellungen Heiligenhauser Künstler zu sehen. Ein Besuch lohnt sich.
„Gibt es in Heiligenhaus eine Kunstszene?“, lautet die Frage vieler. Die Antwort: Im Prinzip ja, aber sie findet meist hinter geschlossenen Türen in den Ateliers statt. Und die Arbeiten der vielen etablierten Künstler und Freizeitmaler sind in anderen Städten bekannter als vor Ort, bis auf kleine Ausnahmen. Es fehlen einfach die geeigneten Räume zur Präsentation. Der Stadtmarketing-Arbeitskreis Kultur und Gesellschaft steht mit den örtlichen Künstlern und der Verwaltung in Verbindung und diskutiert über längerfristige Lösungen. Eine vorübergehende konnte Dank der Fürsprache von Annelie Heinisch, Sprecherin des Stadtmarketing-Arbeitskreise Handel, gefunden werden: der ehemalige Licht durchflutete Allkauf-Laden im Rathauscenter.
Aufsicht gesucht
Gesucht werden noch ehrenamtliche Interessenten, die samstags zwischen 10 und 12 Uhr Aufsicht im Arthaus machen können. Informationen werden unter Tel. 02056 68246 erteilt.
Dort können Autodidakten, die auch ohne akademischen Grad zum Teil ein beachtliches Niveau durch professionelle oder eigene Weiterbildung erreichen, ein Forum finden. Die wechselnden Aussteller haben den Raum „Arthaus“ (Kunsthaus) genannt und er ist vorläufig jeden Mittwoch zwischen 10 und 12 Uhr geöffnet. Ein Besuch lohnt sich, denn hinter den, auf den ersten Blick von der Hauptstrasse zu sehenden bekannten fantasievollen Tonarbeiten von Marianne Watty, findet sich viel Unbekanntes und Sehenswertes.
Ausdrucksstarke Acrylarbeiten von Dieter Alfers zum Beispiel, in deren Mittelpunkt meist der Mensch steht. Sie zeichnen sich durch großes Farbempfinden und eine ungeheure Dynamik aus, aber auch durch tiefgründige Visionen. Im Portrait „Orient“ spiegelt sich der geheimnisvolle Charakter eines ganzen Volksstammes. Doris und Ilona Peters gelingen im wechselnden Spiel von Licht und Schatten leuchtende Aquarelle in abstrakten Impressionen. In Ausschnitten bekannter Städte liegt der Reiz in den gekonnt eingesetzten graphischen Elementen. Mit wenigen Pinselstrichen erzählen Menschenbilder von Doris Peters vieldeutige Geschichten. Anneliese Schmidts naturalistische Landschaften erhalten durch Pastellkreide eine authentische Plastizität. Auffallend schöne Fotocollagen von Irene Drehmann wurden zu gelungenen Symbiosen von Kunstfotographie und Malerei.
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