Ratingen: Endlich Platz
VON MAX STARKE - zuletzt aktualisiert: 13.09.2006Düsseldorf (RPO). In Hösel wird am Montag ein neuer Jugendspielplatz mit Fußballfeld eröffnet.
Besorgte Anwohner waren dagegen, verhinderten aber nur eine zusätzliche Skateranlage.HÖSEL Seit Jahrzehnten hat Hösel für Jugendliche wenig zu bieten: Einen Fußballplatz gab es nicht, ebenso fehlte ein Basketballfeld, nicht mal eine Sitzgruppe zum Treffen und Reden war vorhanden. Das alles ändert sich nun. Nach acht Wochen Bauphase wird am Montag, 25. September, der neue Jugendspielplatz an der Straße An der Burg eröffnet. Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren haben dann auf 2400 Quadratmetern Platz sich auszutoben – ohne genervte Anwohner fürchten zu müssen.
Schon in den 70er und 80er Jahren hatte es erste Pläne gegeben, verwirklicht wurden sie erst jetzt. Zwar gab es aus der Nachbarschaft Widerstand gegen den Spielplatzbau, doch die Lücke in Hösel wäre „zu eklatant“ gewesen, um darauf zu verzichten, sagt Spielplatz-Experte Michael Hansmeier vom Jugendamt. Und: „Hösel war der einzige Ratinger Stadtteil ohne Fußballfeld.“ Außerdem habe es „Zwischenfälle“ auf Kinderspielplätzen gegeben, auf denen sich Jugendliche mangels Alternativen trafen. Eine Unterschriftenaktion der Anwohner sorgte allerdings dafür, dass eine von der Jugend gewünschte Skateranlage nicht gebaut wurde. Lärmschutzmessungen hätten zu hohe Werte ergeben, so Hansmeier. Damit aber auch Fußballspieler und Co. nicht allzu laut in der Nachbarschaft zu hören sind, wurde ein Erdwall angelegt. „Es gibt kaum besser geschützte Spielplätze“, ist sich der Mann vom Jugendamt sicher. Geboten werden nicht nur Fußball- und Basketballfelder, sondern auch Tischtennisplatten, Klettergerüste für Fortgeschrittene und ein Mountainbike-Parcours. Rutschen und Sandkästen kommen bei Jugendlichen natürlich längst nicht mehr an.
Start mit Sport
Bei der Eröffnung am Montag, 25. September, werden ein Fußball- und ein Basketballturnier ausgetragen.
Zur Einweihungsveranstaltung zwischen 16.30 und 20.30 Uhr können Jugendliche sich in Fünferteams anmelden.
Ansprechpartner: Jugendamt, % 5 50-95 10, Kinder- und Jugendzentrum Hösel, % 5 50-56 50.
Die Baukosten sind entsprechend hoch: „Ein normaler Kinderspielplatz kostet 50 000 bis 80 000 Euro. Hier liegen die Kosten bei rund 170 000 Euro“, sagt Hansmeier.
Die Wünsche der Jugend wurden in der Planung besonders berücksichtigt.
Etwa 40 Jungen und Mädchen nahmen an verschiedenen Workshops dazu teil, da bedurfte es keiner Beratung mehr durch Eltern. „Die jungen Leute sind eigentlich sehr bescheiden“, meint Hansmeier.
Und: „Viele wollen einfach nur einen Platz, um sich zu treffen, an dem sie nicht unerwünscht sind.“
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