Lintorf: Energie aus dem Erdreich
VON DANIELA VON DELLINGSHAUSEN - zuletzt aktualisiert: 20.02.2008Düsseldorf (RPO). Franz-Hermann Jüntgen blickt stolz auf die lange Familiengeschichte – aber viel lieber in Zukunft. Der Heizungs- und Sanitärbaumeister ist Pionier bei erneuerbaren Energien wie Solarkraft und Erdwärme.
Zuschüsse vom Staat
Franz Jüntgen GmbH (Heizung, Sanitär und exklusive Bäder).
Adresse: Konrad-Adenauer-Platz 35.
Kontakt: Tel. 3 17 94, Fax 3 52 04. E-Mail: franz.juentgen@gmx.de.
Die neuen Förderrichtlinien des Bundesumweltministeriums wurden zum 1. Januar 2008 in Kraft gesetzt.
Im Rahmen dieser Richtlinien werden Solarkollektoranlagen, Biomassekessel und Wärmepumpenanlagen mit Investitionszuschüssen gefördert.
Infos zur Förderung erneuerbarer Energien unter www.bmu.de.
„Wir gehören zu einer der ältesten Familien in Lintorf“, sagt Heizungs- und Sanitärbaumeister Franz-Hermann Jüntgen und zeigt stolz einen Artikel über seine Vorfahren, erschienen in der Lintorfer „Quecke“. Was seinen Heizungs- und Installationsbetrieb betrifft, schaut er jedoch viel lieber in die Zukunft: Schon länger setzt er verstärkt auf die so genannten erneuerbaren Energien. „Ich wage zu behaupten, dass meine Firma in Ratingen die einzige ist, die Erfahrungen mit der Installation von Erdwärmepumpen hat“, berichtet der 61-jährige leidenschaftliche Jäger.
Auch der Einbau von Solaranlagen gehört mittlerweile zu seinem Standardangebot. „Die Kunden gehen immer mehr weg vom klassischen Heizöl und stellen um auf die Brennwert-Technologie in Form von Gas.“ Das sei immerhin rund 10 000 Euro günstiger als der Umstieg auf Erdwärme, so Jüntgen.
„Wir waren auch einer der ersten Betriebe, die das Motto „alles aus einer Hand“ hatten“, sagt Dagmar Jüntgen. Denn was Badezimmer-Sanierungen betreffe, kümmere sich ihr Mann und dessen Angestellten um alles rund ums Bad. „Wir beschäftigen sogar einen eigenen Fliesenleger,“ sagt sie. Dagmar Jüntgen arbeitet mit in der Firma, sie ist für die kaufmännische Abwicklung zuständig. Sieben feste Angestellte haben die beiden. „In guten Zeiten hatte ich auch schon zwölf bis 13 Leute, wobei ich auch diese Zeit als gut bezeichnen möchte“, befindet Jüntgen. Man sei ebenfalls immer Ausbildungsbetrieb gewesen. „Es gibt bestimmt sieben bis acht Meister in Ratingen, die bei uns gelernt haben“, so Jüntgen.
Der Firmensitz ist im Stammhaus der Familie am Konrad-Adenauer-Platz. Sein Vater Franz gründete den Betrieb vor über 50 Jahren, seit 1983 lenkt sein Sohn die Geschicke. Der Sohn bekam Ende Dezember des vergangenen Jahres den „Silbernen Meisterbrief“ der IHK Düsseldorf überreicht. Viel hat sich im Laufe seines nunmehr 25-jährigen Meisterdaseins getan.
Neben Erdwärme und Solaranlagen bietet die Firma Jüntgen seit geraumer Zeit so genannte „Blockheizkraftwerke“ an, auch auf diesem Gebiet sei sie Pionier in Ratingen. „Diese Form von Stromerzeugung bietet sich bisher nur für Häuser mit erhöhtem Energiebedarf an, wie beispielsweise Hotels, Firmen oder Ferienpensionen.“
Das Kraftwerk werde mit Gas betrieben und erzeuge Strom und Wärme. Die überschüssige Energie werde von den Stadtwerken abgekauft. Die hohen Anschaffungskosten von rund 35 000 Euro amortisierten sich bereits nach sechs bis sieben Jahren, ähnlich wie die Erdwärme. „Für kleinere Wohneinheiten ist diese Technologie noch in der Planung.“ Bisher zählten Firmen wie Cemex, die Mercedes-Niederlassung Haan und ein Ferienheim zu den Kunden. Die Serie: www.rp-online.de/ratingen.
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