Ratingen: Entlastung für den Süden
VON CHRISTIANE BOURS - zuletzt aktualisiert: 10.01.2009Düsseldorf (RPO). Die Bodelschwinghstraße soll an die Düsseldorfer Straße angebunden werden. Auf einer Bürgerversammlung der SPD diskutierten Anwohner jetzt über Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.
Süd Wie kann die Verkehrssituation im Ratinger Süden im Bereich Bodelschwinghstraße, Raiffeisenstraße und Johanna-Flinck-Straße entlastet werden? Und wann ist mit dieser Entlastung zu rechnen? Darüber informierte jetzt die SPD die Anwohner bei einer Bürgerversammlung im Ratinger Hof, zu der etwa 45 Gäste kamen. Und die diskutierten zum Teil sehr heftig über mögliche Maßnahmen.
Das Problem: Was für den einen Vorteile bringt, kann sich für andere leicht zum Nachteil entwickeln. „Wir wollen aber für alle Bürger im Ratinger Süden eine faire Lösung finden“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Wiglow, der zusammen mit Ratsfrau Rosa-Maria Kaleja zu der Veranstaltung eingeladen hatte.
Kompromiss
Besonders die Anwohner der Bodelschwinghstraße zeigen sich wenig begeistert von der Planung, eine direkte Anbindung ihrer Straße an die Düsseldorfer Straße zu schaffen. Geplant ist dort, eine Ausfahrt in einer Breite von 3,50 Metern zu schaffen. Die Einfahrt in das Wohngebiet würde weiterhin über die Gerhardstraße erfolgen. Die Anwohner befürchten nun, dass dann die Bewohner der benachbarten Straßen auch über die Bodelschwinghstraße fahren, sie dadurch nicht mehr aus ihren Tiefgaragen herauskommen und generell der Lärm und die Belastung vor ihren Wohnungen ansteigen würden.
„Mit diesem Problem leben wir seit Jahren“, sagten Anwohner der Johanna-Flinck-Straße. Denn diese wird besonders stark vom Verkehr aus den benachbarten Straßen belastet und das, obwohl es sich dort um eine verkehrsberuhigte Zone handelt, auf der nur sieben Kilometer pro Stunde gefahren werden darf. Hier würde nicht nur starker Verkehr herrschen, sondern auch viel zu schnell gefahren und falsch geparkt, so die Anwohner.
Nachdem der Bau der Anbindung an die Düsseldorfer Straße inzwischen beschlossene Sache ist, einigte man sich schließlich auf einen Kompromiss. Die Raiffeisenstraße, aus der ebenfalls viel Verkehr in die Johanna-Flinck-Straße abfließt, soll in der Nähe des Wendehammers abgesperrt werden. So käme aus dieser Richtung kein weiterer Verkehr mehr hinzu. Denn mit einem Anstieg des Verkehrsaufkommens ist durchaus zu rechnen. So sollen an der Bodelschwinghstraße noch zwei weitere Wohneinheiten und ein Spielplatz dazukommen. Schon 2005 wurde beschlossen, eine Anbindung an die Düsseldorfer Straße zu schaffen. Ein besonderes Problem hierbei war, dass dies nur in Abstimmung mit der Rheinbahn und dem Landesbetrieb Straßen geschehen konnte, weil dort die Straßenbahn 712 entlangfährt und die Düsseldorfer Straße dem Land gehört. Außerdem muss für die Anbindung ein Grundstück dazu gekauft werden. Im Bezirksausschuss Mitte teilte die Verwaltung am vergangenen Mittwoch mit, dass für die Anbindung jetzt alles bereitstünde.
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