Ratingen: FDP will Pilotprojekt für Senioren
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 12.08.2008Düsseldorf (RPO). Selbstständig leben und wohnen bis ins hohe Alter – aber wie und vor allem wo? Die FDP-Fraktion beantwortet diese Frage mit einer neuen Initiative: Auf dem Eisenhüttengelände in Ost sollen Senioren die Möglichkeit bekommen, in Wohn- oder Hausgemeinschaften zu leben. „Ein prominentes Beispiel ist der frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf, der sich bewusst für diese Lebensform entschieden hat“, betonte Fraktionsvorsitzender Horst Becker. Fraktionskollegin Ulrike Probol legte nach: „Wir wollen dort keine Alten-Bewahranstalten bauen.“ Das rund 10 000 Quadratmeter umfassende Areal in Ost sei der ideale Ort für dieses Projekt, das es in dieser Form in Ratingen noch nicht gebe, urteilte Probol.
Die Liberalen wissen allerdings, dass noch viele Detailfragen zu klären sind. Zum Beispiel diese: Welcher Investor steigt in das Projekt ein? Wie sieht die Angebotsmixtur aus? Richtet sich das Projekt auch an demenzkranke Menschen? Steigt ein sozialer Träger ein? Zunächst wollen sich die Liberalen um eine tragfähige politische Mehrheit bemühen. Bisher, so betonte Probol, sehe der Bebauungsplan eine Gewerbenutzung für dieses Gebiet vor. Um das Projekt voran zu treiben, müsse der Bebauungsplan geändert werden, so Probol. Möglicherweise könnte auch eine Stiftung federführend in das Projekt einsteigen, schlug Hannelore Hanning, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, vor.
Bereits heute ist der viel diskutierte Standort an der Eisenhüttenstraße ein zentrales Thema – und zwar im Bezirksausschuss Mitte ab 16 Uhr (Großer Sitzungssaal). Die SPD-Fraktion könnte sich auf dem Gelände ein Mehrgenerationenhaus vorstellen (wie zum Beispiel am Klompenkamp). Der bisherige Investor für den Standort in Ost war laut SPD abgesprungen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum