Heiligenhaus: Folk, Fauna und Flora für Nachtschwärmer
zuletzt aktualisiert: 25.08.2008Düsseldorf (RPO). Gesang lockte in der Museumsnacht zahlreiche Besucher in das alte Wasserwerk, heute das „Waldmuseum im Paradies“. Viele waren auch wegen der angekündigten Stelzenläufergruppe „Compagnie du Bout des Doigts“ gekommen, die jedoch nicht auftreten konnte. Der pausenlose Regen hätte die aufwändige Schminke der Künstler zerstört. Außerdem wären die nassen und unbeleuchteten Waldwege zu gefährlich für Stelzenläufer gewesen, so Hannes Johannsen, von dem der Gesang im Waldmuseum kam.
Gemütliche Runde
Mit Teilen seiner Folk-Band „Fricklesome Amsel“ und einer Gitarre unter dem Arm spielte und sang er in gemütlicher Runde und bei gedimmten Licht für die Besucher. Doch nicht nur als Sänger, sondern auch als Leiter und Kundiger des Waldmuseums stand er Interessierten und Neugierigen zur Verfügung. Die Ausstellung ermöglicht den Besuchern tiefe Einblicke in die Flora und Fauna des Waldes sowie in den Arbeitsalltag eines Försters. Unweit des Waldmuseums sind auch zwei weitere Museen in der Abtsküche zu finden. Das Museum Abtsküche beteiligte sich mit der Sonderausstellung „Der Bäcker backt das Brot“ an der Museumsnacht und war sehr gut besucht.
Sehr umfassend zeigt die reguläre Ausstellung das frühere Leben und Arbeiten in Heiligenhaus, zum Beispiel einen authentischen Kolonialwarenladen oder die Anfänge der heimischen Schlossindustrie mit zahlreichen originalen Werkzeugen und Exponaten.
Im „Feuerwehrmuseum der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heiligenhaus“ gab es neben den Führungen und Gegrilltem auch Live-Musik von der britischen Folk-Band „Calm Down“ aus der Partnerstadt Mansfield. Zu sehen gab es Feuerwehr-Oldtimer der letzten 70 Jahre und viele weitere Ausstellungsstücke aus 100 Jahren Feuerwehrgeschichte, „vom einfachen Feuerlöscheimer bis zum Hightech-Helm“, so die Broschüre der Museumsnacht.
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