Ratingen: Folkerdey: Eisenzeit trifft Folk
zuletzt aktualisiert: 14.07.2008Düsseldorf (RPO). WEST (tibo/riu) „Folkerdey“ – dies war das prägnante Motto des fünften eisenzeitlichen Handwerkermarktes und des ersten Folk-Festivals am Volkardeyer See. „Das Festival soll regelmäßig veranstaltet werden“, betonte Thomas Gurke. Auf dem Markt stellten sechs Händler jeweils ein spezielles Handwerk vor. Unter anderem dabei: eine Bänderweberei, ein Schnitzereizelt, ein Verkaufsstand, der Lederwaren und Met anbot und eine Färberei.
Miriam Schaefer, Organisatorin des Handwerkermarkts, erklärte den Besuchern, wie das Färben von Stoffen in der Eisenzeit funktioniert hat. Stolz sagte sie: „Alles war damals sehr haltbar und farbecht. Es war ein farbenfrohes Zeitalter.“ Höhepunkte waren die Bronzegießerei und die eisenzeitliche Schmiede. Martin Barwig, der Vorsitzende des Vereins „Eisenzeitliches Gehöft“, brachte Kindern die Schmiede-kunst näher. Der Verein mit 25 Mitgliedern wurde im Jahr 2001 gegründet und ging aus dem Siedlerbund Ratingen hervor.
Der Markt kam bei den großen und kleinen Besuchern sehr gut an. So meinte Peter Schulte, einer der Gäste: „Die Kinder kommen hier wirklich gerne hin. Ich finde das Eisenzeitalter auch sehr interessant.“
Neben dem Handwerk gab es jede Menge Musik. Die Gruppe „Kellergeister“ unterhielt das Publikum mit spirituellen Klangcollagen. Gerade die Instrumentenvielfalt aus Didgeridoos, Maultrommel, Flöte, Gitarren und Trommeln, von denen einige Instrumente selbst hergestellt waren, machte die „Kellergeister“ zu einer besonderen Band.
Musikalischer Höhepunkt des Abends war „Drowsy Maggie“. Die beiden Organisatoren, Thomas Gurke an der Gitarre und Alexander Otto am Akkordeon, begeisterten mit rasanten Liedern und bewegenden irischen Songs.
Bereits für das nächste Jahr gebe es erfreulich viele Anfragen für das Festival, erklärte Thomas Gurke. 650 Besucher schauten nach Angaben der Organisatoren an beiden Veranstaltungstagen vorbei.
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