Lintorf: Ganz Lintorf in Feierlaune
VON SASKIA GELLESZUN - zuletzt aktualisiert: 03.09.2007Düsseldorf (RPO). Viel los war beim Handwerkermarkt am Wochenende auf der Lintorfer Speestraße. Rund 90 Händler und ein buntes Bühnenprogramm ließen auch die fünfte Auflage des Dorffestes nicht langweilig werden.
Ganz Lintorf schien am Wochenende auf den Beinen gewesen zu sein und nur ein Ziel gekannt zu haben: den Handwerkermarkt mit Dorffest auf der Speestraße. Trotz des unbeständigen Wetters nutzten hunderte die Gelegenheit, über die „Meile“ zu bummeln, hier und da ein Schwätzchen zu halten und dem ein oder anderen Handwerker bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.
Rund 90 Händler hatten die Organisatoren auf die Speestraße geholt, insgesamt „eine gute Mischung“, wie Marc Vogel, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Lintorf, fand. Auch die Resonanz sei gut gewesen, von daher habe sich die Arbeit gelohnt – besonders der Aufbau, der beinah die ganze vorherige Nacht in Anspruch genommen hatte.
Ins Mittelalter fühlte man sich so manches Mal zurückversetzt, wenn man den Künstlern, Siegel-, Leder-, Butter-, Schiefertafel- und Korbmachern und vielen anderen zuschaute und einem die Düfte von Backwaren und Fischräucherei um die Nase wehten. In der Dorfschmiede wurden Pfannengriffe noch von Hand hergestellt und in der Bäckerei wechselten „Silberlinge“ und „Goldtaler“ in Euro-Form den Besitzer.
Auch nicht-alltägliche Dinge gab es auf dem Markt zu bestaunen: Bogenbauer Peter Smolinski zeigte selbstgefertigte Bögen aus den verschiedenen Epochen seit der Stein- und dann der Wikingerzeit und Paul Krächter führte die Feuerzeuge der Vorfahren vor – lange vor der Erfindung des Streichholzes, das es übrigens erst seit 1833 gibt.
Heiß her ging es auch abends bei der Show von „Leuchtfeuer“, bei der die Gruppe um Nicole Schmidt und Caroline Schopf mit einer Theaterfeuershow die Sonne zum Leben erweckte.
Aber auch das Programm auf der Rathausbühne, die der Förderverein der Manege auf die Beine gestellt hatte, bot, getreu dem Motto „Geht nicht, gibts nicht“, viel Abwechslung: Modenschau, Partymusik, Kindertheater und Tanzvorführungen sorgten regelmäßig für viel Betrieb vor der Bühne.
Unterhaltung für Groß und Klein bot auch die Freiwillige Feuerwehr. Neben einem Parcours mit zehn Stationen für die Kinder zeigten sie ihren Fuhrpark und stellten den AED, den Automatischen Externen Defibrillator vor, der auch Laien dabei unterstützt, bewusstlosen Menschen Erste Hilfe zu leisten. Glücklicherweise galt es am Wochenende nur eine Puppe zu retten, wie sich so manch einer gedacht haben mag, dessen Erste-Hilfe-Kursus schon etwas länger zurück liegt.
Ein buntes Programm für die ganze Familie und Stände, die eine gute Mischung aus Hand- und Kunstwerk, Essen und Trinken boten – das war der Lintorfer Handwerkermarkt, der auch in der fünften Auflage noch nicht langweilig geworden ist.
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