Lintorf: Geht nicht, gibt‘s nicht
VON DANIELA V. DELLINGSHAUSEN - zuletzt aktualisiert: 31.10.2007Düsseldorf (RPO). Marianne Sprock erfüllt mit ihrer Beschaffungsagentrur „Heaven and Hell“ auch ausgefallene Wünsche. Dicke Bohnen für eine Filmproduktion.
„Im Grunde sind wir wie ein gemischtes Kaufhaus“, sagt Marianne Sprock, Inhaberin der Beschaffungs-Agentur „Heaven & Hell“ (dt.: Himmel und Hölle). Nur, dass dieses „Kaufhaus“ eine ganze Menge Waren anbietet, die man bei Karstadt und Konsorten vergeblich sucht: Zum Beispiel Badezimmer-Entchen mit Nikolausmütze, Taschenventilatoren mit programmierbarer Leuchtschrift, Rucksäcke aus kugelsicherem Material – oder auch einen kubanischen Zigarrendreher, Karikaturisten, ein echtes Minischwein oder ein ganzes Flugzeug.
Denn um das schier Unmögliche möglich zu machen, setzt die Unternehmerin mit ihren beiden festen Mitarbeiterinnen und einer Aushilfskraft oftmals Himmel und Hölle in Bewegung. Geht nicht, gibt‘s nicht – ein Motto, für das Marianne Sprock durchaus auch schon einmal weit außerhalb der Saison für eine Filmfirma eigens dicke Bohnen aus Südfrankreich hat kommen lassen – innerhalb von zwei Tagen. „Da kostete die Kiste Bohnen den Kunden 3000 DM, für eine Filmszene von insgesamt acht Sekunden“, erinnert sie sich schmunzelnd.
Drei Bereiche
Die Bereiche der Agentur sind dreigeteilt: Der Schwerpunkt liegt bei den Werbemitteln. Den zweitgrößten Anteil hat der Veranstaltungs-, den drittgrößten der Beschaffungsbereich.
Adresse: Heaven & Hell – Beschaffungsagentur e. K. Inhaberin Marianne Sprock, Kalkstraße 3 c, Tel. 9 26 80, Fax 92 68 88, E-Mail: info@heaven-and-hell.de Internet: www.heaven-and-hell.de, www.rp-online.de/ratingen.
Auf mehr Langlebigkeit indes sind die meisten der Werbemittel und Präsente ausgerichtet, die ihre Kunden bestellen. Über Uhren, Schirme, Tassen, Bekleidung, Stifte gibt es fast alles. Auf Wunsch natürlich auch individuell bedruckt oder beschriftet.
„Zurzeit haben wir wieder Hochkonjunktur“, so die Geschäftsfrau, denn Weihnachten stehe vor der Tür. „Bis vor einigen Jahren hatten wir wenigstens am Jahresanfang und in der Sommerzeit ein wenig mehr Ruhe, das ist aber vorbei. Bei uns geht es das ganze Jahr rund, und ab September beginnt dann der Weihnachtsstress.“
Dabei macht die Agentur so gut wie nie Werbung. „Alles Mund-zu-Mund Propaganda“, meint die 56-jährige. Allerdings gebe sie alle zwei Jahre im Autohaus Sahm in Ratingen eine Hausmesse, dieses Jahr bereits zum vierten Mal. „Dadurch wird man natürlich auch immer bekannter.“ Laut Sprock habe die Agentur „eine angenehme Kundenstruktur“. „Wir haben so gut wie ausschließlich nur gewerbliche Kunden, von Handwerksbetrieben bis hin zu Großunternehmen.“ Nicht nur Düsseldorfer Firmen zählen dazu, Anfragen kommen auch aus Hamburg, Berlin oder Frankfurt. Sprock blickt bereits auf lange Berufserfahrung im Bereich der Werbemittel- und Eventbranche zurück: Vor ihrer Selbstständigkeit im Jahre 1993 hatte sie viele Jahre in der entsprechenden Abteilung eines Pharmakonzerns gearbeitet. 1998 ließ sie die Marke „Heaven and Hell“ schützen.
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