Ratingen: Geld in konkrete Projekte stecken
zuletzt aktualisiert: 02.08.2007Düsseldorf (RPO). Es ist lebenswichtig, in die Zukunft zu blicken. Denn wer die Zukunft nur verwaltet, wird von den Problemen allzu bald erdrückt. Visionen lassen sich auf der Basis fundierten Zahlenmaterials konturenreich skizzieren. Demografen sind deshalb auch keine Hellseher. Das Thema „Älter werden und aktiv sein“ ist spätestens seit dem Buch „Das Methusalem-Komplott“ von Frank Schirrmacher auch auf den Schreibtischen der Verwaltung angekommen. Und die kommunalen Planer haben das Thema aufgegriffen – gut so. Die Idee, eine Studie für den Stadtteil West in Auftrag zu geben, kommt auf den ersten Blick gut an. Die Grundlage für einen gesamtstädtischen Nutzen ist allerdings äußerst dünn. Denn der Stadtteil West hat besondere Eigenschaften – wie andere Stadtteile auch. Kurzum: West ist nicht Hösel. Deshalb lassen sich stadtteilspezifische Ergebnisse schwer übertragen.
Bleibt am Ende die Frage: Bringt das Ergebnis die Gesamtstadt Ratingen wirklich weiter? Diese 60 000 Euro sollte man besser in konkrete Mehr-Generationen-Projekte stecken. NORBERT KLEEBERG
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