Heiligenhaus: Guter Rat: radeln
VON PAUL KÖHNES - zuletzt aktualisiert: 14.05.2009Düsseldorf (RPO). Die bundesweite Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" startet nächste Woche. Für sportliche Mitarbeiter wurde dafür im Rathaus eigens eine Umkleide nebst Dusche reaktiviert. Der Bürgermeister ist Schirmherr.
Auftakt
Zum Auftakt der Aktion ist der ADFC am kommenden Montag, 18. Mai, von 16.30 bis 17.30 Uhr auf dem Rathausplatz in Heiligenhaus mit Aktions- und Anmeldeunterlagen präsent.
Weitere Hintergrundinformationen erhalten Interessenten auch im Internet:
Nicht, dass sich das Rathaus in eine Sportstätte verwandeln würde. Aber was Bürgermeister Dr. Jan Heinisch vom Stand kleinerer Baumaßnahmen berichtet, geht zumindest ein kleines Stück in diese Richtung: "Hier gab es Duschen und Umkleiden, die allerdings lange nicht genutzt wurden. Die sind wieder instandgesetzt." Außerdem wird eine Garage am Rathaus zum Abstellplatz für Fahrräder.
Soweit gestern der Stand der Vorbereitungen zum fitnesstechnischen Großvorhaben "Mit dem Rad zur Arbeit". Heinisch übernimmt die Schirmherrschaft zu dieser Aktion. Aber nicht nur das. Er will auch selber aufs Rad steigen und wie im vergangenen Jahr aktiv teilnehmen. Im Team mit weiteren Mitarbeitern der Stadtverwaltung Heiligenhaus möchte er an mindestens 20 Tagen im Aktionszeitraum vom 1. Juni bis 31. August 2009 mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Für den Rathaus-Chef persönlich bringt der Plan Besonderheiten mit sich: "Berufsbedingt bin ich natürlich gezwungen, im Rathaus ziemlich akkurat gekleidet zu sein." Das heißt: Bei miesem Wetter oder drückender Terminlage muss der Weg von Hetterscheidt in die Innenstadt doch motorisiert zurückgelegt werden. Aber die Schirmherrschaft ist ausdrücklich nicht symbolisch gemeint: "Im vergangenen Jahr bin ich auf 14 oder 15 Touren gekommen", so Heinisch.
Bundesweit 168 000 Teilnehmer
Die Organisatoren der bundesweiten Aktion sind um große Zahlen nicht verlegen: Selbst Regen konnte im vergangenen Jahr 168 000 Beschäftige in allen 16 Bundesländern nicht davon abhalten, an der Aktion teilzunehmen, um einen neuen Rekord aufzustellen. Auch diesmal möchten die AOK und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) wieder gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Verbänden und Politik das Bewusstsein für Gesundheit und Umwelt fördern und zu mehr Bewegung im Alltag motivieren. Deshalb ruft der ADFC dazu auf, vom 1. Juni bis 31. August den Weg zur Arbeit als persönliches Fitnessprogramm auf zwei Räder zu nutzen. Die Teilnehmer radeln dabei von zu Hause aus oder kombiniert mit Bus oder Bahn – denn auch Pendler, die das Rad auf dem Weg zum Bahnhof bzw. zur Haltestelle nutzen, können teilnehmen. Dabei genügen schon 20 Tage per Rad zum Arbeitsplatz, um mehrfach die Chance zu haben, attraktive Preise zu gewinnen.
Für Heinisch steht die Aktion diesmal auch unter einem lokal besonderen Vorzeichen. Der Bürgermeister hätte nichts dagegen, wenn auf diesem Weg auch der neue Alleenradweg – in Heiligenhaus eine ganz neue Ost-West-Querung für Radler – noch stärker ins Bewusstsein rücken würde.
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