Ratingen: Haiti braucht unsere Hilfe
zuletzt aktualisiert: 30.01.2010Düsseldorf (RPO). Die Nachrichten aus Haiti haben viele von uns schockiert. Weit mehr als 150 000 Menschen sind ums Leben gekommen. Die kirchlichen Hilfsorganisationen beklagen den Tod vieler Partner, die sich vor Ort für die Menschen in diesem sowieso bitterarmen Land eingesetzt haben. Vor dem Beben unterstützte zum Beispiel MISEREOR 54 Projekte vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Straßenkinder.
Jetzt geht es allerdings darum, die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen, bevor man sich an einen nachhaltigen Wiederaufbau machen kann. Auch im Nachbarland, der Dominikanischen Republik, werden durch kirchliche Stellen Menschen betreut, die vor den katastrophalen Zuständen geflohen sind.
MISEREOR arbeitet in Katastrophenfällen eng mit den lokalen Organisationen in dem betroffenen Gebiet zusammen. Projektpartner sind in der Regel Diözesen, Orden, Hilfs- und Beratungsdienste und andere Institutionen. Zwar haben diese nur in seltenen Fällen Erfahrung mit Katastrophenhilfe, jedoch haben sie direkten Zugang zu den Betroffenen. Sie wissen auch, welche von den Opfern die Bedürftigsten sind und können daher die Hilfe von außen sehr gezielt einsetzen. Im Augenblick ist die Hilfsbereitschaft groß. Aus vielen Ländern – auch aus Deutschland – haben sich Freiwillige auf den Weg nach Haiti gemacht, um dort als Katastrophenhelfer zu arbeiten.
Doch bald wird Haiti aus den Schlagzeilen verschwunden sein. Aber finanzielle Hilfe wird dort noch lange benötigt werden. Auch von hier aus kann jeder dazu beitragen, dass die Menschen auf Haiti trotz Trauer und Leid eine Perspektive bekommen.
Jede Spende ist nach Jesu Wort direkter Gottesdienst: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." (Mt 25,40)
Joachim Lenninghausen
Pastoralreferent
St. Peter und Paul
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