Kreis Mettmann: Hightech der Urologen
VON JÜRGEN FISCHER - zuletzt aktualisiert: 26.05.2008Düsseldorf (RPO). Die modernisierte urologische Station im Klinikum Niederberg ist eröffnet. Das Klinikum kooperiert mit niedergelassenen Fachärzten und setzt Hotelpersonal zur Patienten-Versorgung ein.
Die urologische Station des Klinikums Niederberg in Velbert setzt Zeichen mit einer engen Kooperation mit niedergelassenen Ärzten in Mettmann, Ratingen, Heiligenhaus, Velbert und Essen-Kettwig. Die Fachärzte, die ihre Patienten selbst am besten kennen und zu denen die Patienten ein enges Vertrauensverhältnis haben, können am Klinikum kleinere Operationen selbst vornehmen. Dies machte gestern Chefarzt Mark Goepel bei der Eröffnung der neuen Urologie deutlich.
Die Bürgermeister von Velbert, Stefan Freitag, und Heiligenhaus, Dr. Jan Heinisch, gaben die Station in Anwesenheit von rund 100 geladenen Gästen mit dem symbolischen Durchschneiden eines Bandes jetzt frei.
Bei komplizierteren Eingriffen ist das Spezialistenteam des Krankenhauses gefragt, so Goepel, das auf neue OP-Techniken wie Schlüsselloch-Operationen bei Prostata-Krebs oder das Einsetzen künstlicher Schließmuskeln bei Inkontinenz spezialisiert ist. Auch Kinder-Urologie gehört zu den Spezialgebieten der Velberter.
Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten vermeide künftig Doppeluntersuchungen, so Goepel. Die Fachärzte können das Fachwissen der Spezialisten nutzen und als Folge können die Patienten nach relativ kurzem Klinik-Aufenthalt wieder nach Hause entlassen und von ihrem gewohnten Arzt weiter behandelt werden. Die modernisierte Klinik soll dem gestiegenen Bedarf in der Region Rechnung tragen. Im Kreis Mettmann ist die Klinik einzigartig. Dank der Spezialisierung behandelt sie Patienten auch aus den umliegenden Großstädten, sagte Goepel am Rande der Eröffnungsfeier.
Neben den Krankenschwestern und den Pflegern werden zur besseren Versorgung der Patienten künftig speziell geschulte Servicekräfte eingesetzt. Der Chefarzt setzt hohe Erwartungen an den Einsatz von Hotelservice-Personal. Die mit dieser Aufgabe betraute DLKN, eine Tochtergesellschaft des Klinikums Niederberg, ist in den Hotel- und Gaststättenverband eingetreten und lässt ihr Personal dort schulen. Diese Mitarbeiter nehmen Essens- und Getränke- sowie andere Patientenwünsche entgegen. Damit entlasten sie das Pflegepersonal, das sich stärker seinen eigentlichen Aufgaben der medizinischen Pflege widmen kann.
Das Konzept soll auch in anderen Kliniken umgesetzt werden, wenn sie nach und nach modernisiert werden, so der Sprecher des Klinikums, Stefan Mülders. Geplant war, dass die Patienten am vergangenen Freitag auf die neue Station umziehen sollten.
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