Heiligenhaus: Hilfe, die ankommt
VON PETRA WILLNAUER - zuletzt aktualisiert: 19.12.2006Düsseldorf (RPO). Dr. Carl-Heinz Ulrich und seine Frau Petra haben große Pläne mit ihrem Verein „Vergessene Kinder“. In Rumänien wollen sie – zusätzlich zu Versorgungstransporten für Kinder – Arbeits- und Ausbildungsstätten schaffen.
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Hauptsammelstelle ist das medizinische Zentrum Heiligenhaus „Villa Nonnenbusch“, Südring 180.
Da ein Transport den Verein 3000 Euro kostet, sind Geldspenden erwünscht.
Konto Vergessene Kinder, Kreissparkasse Düsseldorf, BLZ: 301 502 00, Kto: 18 104 000.
Saubere Kleidung, eine warme Decke, genügend Essen – für viele Kinder sind diese Dinge selbstverständlich. Für die Kinder von Siebenbürgen (Rumänien) nicht. Dank des Heiligenhauser Vereins „Vergessene Kinder“ und der großzügigen Hilfe vieler Spender im Kreis Mettmann, konnte der Verein im November über 40 Tonnen Kleidung, Wäsche, medizinische Hilfsmittel und Lebensmittel nach Rumänien bringen. Die Vorsitzende des Vereins, Petra Ullrich, diesmal in Begleitung des Vereinsmitgliedes Hayryie Akin, konnte sich bei der Verteilung der Spenden vor Ort einmal mehr davon überzeugen, wie schmerzlich humanitäre Hilfe mitten in Europa fehlt. Gerade deshalb hat es sich der Verein ebenfalls zur Aufgabe gemacht, auch logistisch mit an zu packen. In kürzester Zeit konnte eine komplette Sanierung der sanitären Anlagen, Aufenthaltsräume und Spielplätze vorgenommen werden. Solche großen Aufgaben lassen sich nicht allein bewältigen. „Besonders hilfreich waren in letzter Zeit zahlreiche Kindergärten und Schulen aus der Umgebung, wie zum Beispiel Junior Welt in Velbert, die Ludgerus Schule in Ratingen, Suitbertus und Grundschule Schulstraße in Heiligenhaus und die Schule Rhodenhaus aus Wülfrath“, so Dr. med. Carl-Heinz Ullrich, der zusammen mit seiner Frau die Hilfsaktionen koordiniert. Doch für die Bürger des Kreises Sibiu (Hermannstadt) und den Verein gibt es noch eine Menge zu tun. Als nächstes will man Arbeits- und Ausbildungsstätte schaffen, Freizeit- und Seminarräume sollen unter Mitarbeit von Arbeitslosen und jungen Waisen wiederhergestellt werden. Die Schul- und Studienstipendien sollen ab dem 1. Januar 2007 beginnen.
Vor Heiligabend will man den Bewohnern des Kreises, der Stadt Medias und der dortigen Sozialstation weitere Hilfe zukommen lassen. Denn gerade zur kalten Jahreszeit zeichnet sich die Armut in Rumänien sehr deutlich ab. Viele Menschen müssen frieren, hungern und werden krank, nicht wenige sterben an den Folgen der Unterversorgung. Umweltkatastrophen und Überschwemmungen sind keine Seltenheit. „Für die Verwüstungen erhalten sie keine Millionen Euro vom Staat – nicht einen einzigen Cent“, so Petra Ullrich.
Dringend benötigt werden dafür: Bettdecken, Kissen sowie Bettzeug (für Kinder und Erwachsene), Wolldecken, Betttücher, Handtücher, Bademäntel, Pyjamas, Nachthemden und Vorhänge aller Art.
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