Homberg: Homberg: Paten für Orgelpfeifen gesucht
zuletzt aktualisiert: 25.01.2012Homberg (RP). Ein Drittel des Betrags, der für die Restaurierung der romantischen Orgel in der Christuskirche auf der Dorfstraße nötig ist, hat der dazugehörige Förderverein bereits gesammelt.
Nächstes Etappenziel auf dem langen Weg zur Wiedererweckung des 100 Jahre alten, denkmalgeschützen, im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmanneinzigartigen Instruments: Zwei Drittel der Restaurierungskosten im Säckel haben, denn dann könnten die Aktiven zusätzliche Fördermittel beantragen, sagt der Fördervereins-Vorsitzende, Pfarrer Michael Füsgen.
Bei der Verwirklichung des ehrgeizigen Ziels sollen so genannte Pfeifenpatenschaften helfen, die der Verein seit einiger Zeit anbietet. 20 Paten sind dem Aufruf seither gefolgt und haben dem Projekt rund 6000 Euro eingebracht. Gerne würden Patenschaften verschenkt, etwa zu Taufen oder Geburtstagen. Zuletzt zeigte die Ratinger FDP Flagge für Homberg und entschied sich für eine Patenschaft über drei Orgelpfeifen – F, D und G – im Wert von 450 Euro. Vorsitzende Hannelore Hanning will außerdem dem Landrat die historische, begehbare Orgel als touristische Attraktion des Kreises empfehlen – man weiß ja nie, wofür solche Aufmerksamkeit am Ende noch gut ist.
Orgelpate werden kann jeder – Privatpersonen, einzelne und Gruppen, aber auch Firmen, die interessiert sind, haben die Wahl: Bei den großen Exemplaren im vorderen Bereich sind sie mit 1000 Euro pro Pfeife dabei, mittlere kosten 50 bis 500, die kleinsten 25 Euro. So kann jeder je nach Budget entscheiden, mit welcher Summe er das Großprojekt bezuschussen will. "Natürlich können auch ganze Register gekauft werden", sagt Antje Maijer vom Förderverein. Auf einem Schaubild am Eingang zur Kirche wird namentlich vermerkt, mit wessen Geld welcher Bestandteil der Orgel – das Instrument hat 780 Pfeifen – künftig restauriert werden kann. Gesponsert werden können außerdem noch eine Orgelbank (500 Euro), ein Blasebalg (1000 Euro), ein Blasebalgmotor (2500 Euro) und ein Orgelspieltisch (5000 Euro).
Die Zerlegung in einzelne Teile mache die Teilhabe an der Restaurierung, die rund 200 000 Euro kosten wird, für jedermann erschwinglich und stärke die Verbindung zwischen Stadtteilbewohnern und Kirche, sagt Maijer. Besonders erfreut wäre der Verein über die Aufmerksamkeit von Industriebetrieben für das Projekt, zumal Christuskirche und Orgel ja im Advent 2012 ihren 100. Geburtstag feiern. Wer möchte ein solches Jubeljahr nicht nutzen, um als edler Spender in die Stadtteil- und Kirchengeschichte einzugehen? Der Förderverein will jedenfalls dranbleiben, auch wenn er die Orgel ursprünglich schon zum Jubiläumsjahr restaurieren lassen wollte. "Wir werden das schaffen – nur nicht mehr 2012", ist Pfarrer Füsgen sicher.
Fortgesetzt werden soll auch die Reihe der einträglichen Benefizkonzerte: am 11. März singt der Knabenchor Hösel, am 22. April spielt Ansgar Wallenhorst, Kantor an St. Peter und Paul am Markt, auf der (jüngeren) Christuskirchen-Orgel .
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