Ratingen: Homberg: Zentrum gesichert
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 13.05.2009Düsseldorf (RPO). Das Gemeindezentrum Süd bleibt erhalten. Nach Verhandlungen mit Vertretern der Kirchengemeinde berichtete Bürgermeister Harald Birkenkamp Dienstag über das Ergebnis. Die Stadt wird das Gebäude kaufen.
Es hatte Proteste gegeben, Mahnwachen und eine turbulente politische Diskussion – all dies ist nun passé. Bürgermeister Harald Birkenkamp überraschte gestern die Mitglieder einer großen Ausschusssitzung mit der Nachricht, dass das Gemeindezentrum Süd in Homberg erhalten bleibt.
Birkenkamp, normalerweise kein Teilnehmer an Fachausschüssen, hatte sich die Gelegenheit bewusst nicht nehmen lassen. Unter dem Punkt "Mitteilungen der Verwaltung" erzählte er den Politikern vom Ergebnis der Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. An dem Gespräch hätten Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde teilgenommen, so auch Pfarrer Michael Füsgen und Superintendent Frank Weber.
Dies wurde konkret vereinbart: Die Kirchengemeinde überträgt das Grundstück an die Stadt ohne Entschädigung. Demnächst werden weitere Verhandlungen zum Kauf des Gebäudes folgen. Birkenkamp versicherte im RP-Gespräch, dass man wohl recht zügig zu einem Ergebnis kommen werde. Das Ziel der Verwaltung: Bis zum 31. Juli soll die Beurkundung unter Dach und Fach sein.
Der Bürgermeister betonte, dass die Verhandlungen angesichts der Vorgeschichte nicht einfach gewesen seien. Es habe immer wieder unterschiedliche Nachrichten zum Stand der Dinge gegeben, teilweise von den Parteien in die Diskussion gebracht. Birkenkamp habe sich auf die Verhandlungen konzentriert – und dies sei am Ende mit einem achtbaren Ergebnis belohnt worden.
Was aus dem Gemeindezentrum Süd letztlich werden soll, darüber können die Bürger diskutieren. Und sie sollen Vorschläge einbringen. Birkenkamp will dazu ein Bürgerforum veranstalten.
Mit Blick auf das Gemeindezentrum, das die Kirche bald abgeben wird, sind mehrere Nutzungsmöglichkeiten denkbar. Zu den Vereinbarungen, die in den Verhandlungen getroffen wurden, muss das Presbyterium noch seine Zustimmung geben. Birkenkamp geht davon aus, dass dies Formsache sein wird.
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