Ratingen: Jeck für den guten Zweck
VON MELANIE MEYER - zuletzt aktualisiert: 29.01.2008 - 10:48Düsseldorf (RPO). Das Amazonencorps Ratingen feierte am Freitagabend in der Festhalle Tiefenbroich ihre „Amazonen-S(t)itzung“.
Der Eintritt war für die 200 Gäste frei und der Erlös ging an die Aktion Lichtblicke.Tiefenbroich Bunt und fröhlich ging es in der Festhalle Tiefenbroich zu. Das Amazonencorps stürzte sich zum vierten Mal seit ihrem Bestehen ins Ratinger Karnevalsgeschehen und sorgte mit ihrer „Amazonen-S(t)itzung“ bei den rund 200 Narren für ausgelassene Stimmung. Das Besondere an der „Damensitzung“: Der Eintritt war frei und die Veranstaltung ging zu Gunsten der Aktion Lichtblicke.
Erneut bewiesen die Amazonen, wie ausgelassen auch ein kleines Corps feiern kann und vor allem wie leicht „Frau“ es schafft einen Saal zum Kochen zu bringen. Unter den Klängen der „Wupper District Pipe Band“ zogen die Damen auf die Bühne. Bei dem Anblick der Männer in Röcken wurde natürlich von den Damen versucht die Frage zu klären: Was trägt der Schotte eigentlich drunter? Pipe Manager Peter Brangs antwortete nach seinem Auftritt verschmitzt: „Strümpfe und Strumpfhalter.“
Bei Michael Kühn hieß die Devise „Humor ist Trumpf“ und so machte es ihm nichts aus, dass sein Auftritt durch den Einmarsch der Ratinger Tollitäten Prinz Gero I. und seiner Ratingia unterbrochen wurde. Ihr Gefolge bestand unter anderem aus der Prinzengarde Rot-Weiß, für die der Besuch ein Heimspiel war. Es folgten die „Neandersterne“, eine junge Tanzgruppe, die mit Akrobatik und spritziger Musik den Saal einheizte. Spätestens als das „Rote Pferd“ gespielt wurde hatten die Mädchen die Herzen des Publikums gewonnen. Die „Krähenfelder“ und „Alt Schuss“ sorgten für die musikalische Unterhaltung.
Höhepunkt der S(t)itzung war sicherlich der Amazoneneinmarsch zusammen mit der Stadtgarde Funken Rot-Wiss. Moderator Klaus Rehsen begrüßte auf der Bühne über 40 Mitglieder der Traditionsgarde. Der Vorsitzende der Funken, Leo Baum, freute sich mit so vielen Gardisten dabei sein zu können, denn erst vor kurzem hatten sich die beiden Vereine verlobt. „In den nächsten zwei Jahren schauen wir, ob wir zusammen passen“, sagte Baum, der sich sicher war, dass die Karnevalisten und die Damen, die sich auch im Sommerbrauchtum engagieren, sich trauen werden.
Aber nicht nur die Funken warteten den Amazonen auf, auch eine Abordnung der Angergarde mit Präsidentin Yvonne Schützendorf, ehemals Dullni, war gekommen. Auch die Tiefenbroicher Schützen samt Bruderschaftschef Klaus Füsgen fehlten nicht. Nach dem Stibbeltanz der Funken Rot-Wiss ging es im Programm weiter mit den Rosa Funken, die extra aus der Stadt des Karnevals angereist waren. Die erste Kölner Schwulen und Lesben Garde zeigte nicht nur wie schmucke Prinzgardisten tanzen können, sondern hatten auch noch ihre Marie „Rolandia“ dabei. Das Publikum war begeistert und gegen Ende der Sitzung tanzte der Saal eine Polonaise durch die Reihen.
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