Heiligenhaus: Jetzt will er Meister werden
VON JULIA BRABECK - zuletzt aktualisiert: 25.01.2012Heiligenhaus (RP). Maximilian Preuß ist der Beste seines Jahrgangs. Der 20-Jährige hat mit Bravour seine Gesellenprüfung zum Anlagenmechaniker für Heizung und Sanitär abgelegt. Er wird weiter lernen – nach einem Monat Auszeit.
Maximilian Preuß hat sein erstes Berufsziel erreicht. Der 20-Jährige hat nach dreieinhalb Jahren seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik beendet und war dabei im Kreis Mettmann der Beste von über 60 Auszubildenden.
Die Prüfung, die aus einem theoretischen und praktischen Teil bestand, hat er mit der Note "Zwei" abgeschlossen. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis, denn diesmal war die Prüfung besonders schwer, da erstmals in ganz NRW die gleichen Aufgaben gestellt wurden und wir vorher nicht wussten, welche Fachbereiche in die Auswahl kommen", sagt Meister Hans-Georg Krus.
In Krus' Betrieb, der 1959 von Vater Oskar in Heiligenhaus gegründet wurde, hat Maximilian Preuß sich ausbilden lassen. Für den frisch gebackenen Gesellen stand schon frühzeitig das Berufsziel fest. Kein Wunder, ist doch fast die gesamte Familie – einschließlich Opa und Cousin– in dem Gewerbe tätig. So führt Vater Martin Preuß selber einen Heizung-Klima-Sanitär-Betrieb in Mettmann, in dem Maximilian vor seiner Ausbildung Praktika absolvierte und aushalf. "Im väterlichen Betrieb wird man immer strenger herangenommen. Aber ich finde die Arbeit sehr vielseitig. So sind wir beispielsweise für die Installationen in Bädern, Zentralheizungen jeglicher Art, Klima- und Belüftungsanlagen zuständig", sagt Preuß.
Hans-Georg Krus hat ihn gerne als Lehrling eingestellt. "Mit Familienmitgliedern von Kollegen habe ich immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Die wissen einfach, was erwartet wird und wie so ein Betrieb läuft. Bisher haben alle mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen, teilweise deshalb sogar Stipendien für die Ausbildung zum Meister erhalten", sagt Krus. Seinen neuen Gesellen wird er aber nun bald verlieren, denn Preuß hat bereits weitere Pläne. "Ich werde jetzt einen Monat Auszeit nehmen und mit einem Rucksack Vietnam bereisen. Und danach will ich meinen Meister machen." Das bedeutet für den jungen Mann, sich 13 Monate nur mit dem theoretischen Stoff seines Berufs auseinanderzusetzen. "Wieder die Schulbank zu drücken, liegt mir eigentlich nicht so. Ich arbeite lieber praktisch", sagt Preuß. Deshalb überlegt er auch, neben der Schule noch stundenweise im väterlichen Betrieb zu jobben.
Am meisten Spaß hat er dabei bei der Arbeit auf großen Baustellen, wenn beispielsweise die Installation für ganze Gebäude eingebaut werden muss. "Dann sieht man hinterher ein großes Gesamtergebnis", sagt er. Im Sommer will Hans-Georg Krus einen neuen Lehrling einstellen. "Für die Ausbildung sollte man räumliches Denken, mathematische Kenntnisse mitbringen, fleißig und freundlich im Umgang mit den Kunden sein", rät Preuß.
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