Ratingen: LEG bleibt Partner für West
VON NORBERT KLEEBERG UND JOACHIM PREUSS - zuletzt aktualisiert: 13.06.2008Düsseldorf (RPO). Nach dem Verkauf der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) an einen Immobilienfonds ist die Sorge im Stadtteil groß, dass Projekte nicht fortgesetzt werden. Doch ein Düsseldorfer Sprecher gab gestern Entwarnung.
WEST Von Verunsicherung, gar von Panik war gestern in der Düsseldorfer Unternehmenszentrale der LEG nichts zu spüren. Man vertraue auf die Inhalte, die in der Sozialcharta vereinbart worden seien, hieß es. Mischa Blum ist Veranstaltungskoordinator bei der LEG. Er versicherte gestern auf RP-Anfrage, dass erfolgreiche Projekte wie die „Zelt Zeit“ auf jeden Fall fortgeführt würden. Er sitze bereits intensiv an den Planungen fürs Jahr 2009. Kurzum: Die LEG bleibt Partner für West. Blum schob nach: „Ich habe jedenfalls nichts Gegenteiliges gehört.“
Unlängst war ein über 50 Millionen Euro teures Sanierungspaket geschnürt worden. Bis zum Jahr 2011 sollen die drei Scheibenhochhäuser sowie weitere Bauten innen und außen komplett saniert werden. Noch im April hatte die LEG versprochen, dass die Mieten nicht steigen würden.
„Die Charta muss gelebt werden“
Erhard Raßloff, Chef des Wohnungsamtes, bleibt gelassen. Er könne sich gravierende Folgen des Verkaufs an den Immobilienfonds für den Stadtteil West nicht vorstellen. Der neue Investor habe bereits einen großen Wohnungsbestand in Deutschland. Bei den LEG-Wohnungen im Stadtteil handele es sich um „gebundene Wohnungen“, die Höhe der Mieten sei damit begrenzt. Außerdem sei mit dem Verkauf eine umfangreiche Sozial-charta vereinbart worden, mit einer sehr langen Bindung: „Ich hoffe, dass die Charta auch so gelebt wird, wie sie geschrieben ist.“ Wichtig sei es nun, dass man über das LEG-Team schnell Kontakt zum neuen Eigentümer bekomme. Raßloff hofft dabei auf „Kontinuität und darauf, dass die alten, bewährten Strukturen erhalten bleiben, dass es nicht zu einem sozialen Bruch kommt“.
Wichtig sei auch, dass die Anlage komplett in einer Hand bleibe und nicht zerstückelt werde. Das erste der drei Himmelshäuser sei nun saniert, auch die beiden weiteren müssten wie geplant in Angriff genommen werden. Raßloff hofft, dass der neue Investor „so schlau ist“ und weiter auf das bewährte und erfahrene Team vor Ort setzt. Bei der LEG in Düsseldorf geht man jedenfalls davon aus.
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