Ratingen: LEG saniert Himmelshäuser
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 25.06.2011Ratingen (RP). Die alten Papageienhäuser haben ausgedient – für rund 10,2 Millionen Euro werden nun die Himmelshäuser zwei und drei umfassend modernisiert. Gestern wurde das Maßnahmen-Paket auf dem Berliner Platz vorgestellt.
Die LEG bekennt sich nachhaltig zum Wohn- und Lebensstandort Ratingen West und investiert weitere 10,2 Millionen Euro in die Modernisierung der Hochhäuser, die einst wegen der farbigen Vielfalt Papageienhäuser genannt wurden.
Himmelshaus Nummer eins wurde bereits umfassend hergerichtet, nun folgen die Häuser zwei und drei. Gestern stellten Thomas Hegel, Sprecher der LEG-Geschäftsführung, und Stefan Lohwasser, Vorstand des Generalunternehmers B & O, im Beisein von Bürgermeister Harald Birkenkamp sowie Vertretern von Politik, Verwaltung und Einzelhandel das umfangreiche Maßnahmen-Paket vor. Die RP fasst die wichtigsten Fakten zusammen.
Was ist genau geplant?
Auch die Himmelshäuser zwei und drei sollen in Niedrigenergiehäuser umgewandelt werden. Die LEG dämmt die Kellerdecke, das Flachdach sowie die Fassade und tauscht alle Fenster durch neue isolierverglaste Kunststofffenster aus. Der CO2-Ausstoß soll deutlich reduziert werden. Laut Thomas Hegel soll sich der Ausstoß im zweiten Himmelshaus um 312,46 Tonnen pro Jahr reduzieren, im dritten Haus um 310,17 Tonnen. Die neue energiesparende Vorhangfassade verändert den Charakter der Häuser und macht aus Papageienhäusern "strahlend weiße Himmelshäuser", so Hegel. Das Düsseldorfer Immobilienunternehmen erneuert zudem die Blitzschutzanlagen, die Balkongeländer, die vertikalen Wasserleitungen in der Küche und die Hauseingangstüren.
Was tut die LEG für die Sicherheit?
Eine ganze Menge. Wie bereits im ersten Himmelshaus werden auch im zweiten und dritten Hochhaus Videokameras installiert. Transponder statt herkömmlicher Schlüssel sollen für mehr Sicherheit sorgen. Mit Hilfe einer neuen Gegensprechanlage kann man erkennen, ob ein Besucher an der Haus- oder an der Wohnungstür klingelt. Im zweiten Himmelshaus richtet die LEG ein weiteres Hauswartbüro ein, im dritten Haus wird das Büro vom ersten Stockwerk ins Erdgeschoss verlegt.
Kann die LEG den Zeitplan einhalten?
Hegel betonte: "Wir halten den Zeitplan ein." Die Modernisierungsarbeiten des zweiten Himmelshauses (Jenaer Straße 14 und 16) haben Anfang Juni begonnen und werden im Juli 2012 abgeschlossen sein. Die Arbeiten am dritten Himmelshaus (Berliner Platz 2 und 4) beginnen voraussichtlich im September dieses Jahres und enden im Oktober 2012.
Wie sieht das Investitionspaket aus?
Gemeinsam mit den Himmelshäusern investierte die LEG nach eigenen Angaben in den vergangenen zehn Jahren weit über 50 Millionen Euro in den Stadtteil. 1700 Wohnungen wurden modernisiert, also fast zwei Drittel des kompletten Bestandes.
Was kommt an Kosten auf die Mieter zu?
Die Wohnungen des zweiten Himmelshauses werden öffentlich gefördert. Die Miete steigt aufgrund der Investitionen von durchschnittlich 4,52 Euro auf 5,66 Euro pro Quadratmeter im Monat. Die Heizkosten werden laut LEG jedoch sinken: Eine Energieeinsparung von rund 0,56 Euro pro Quadratmeter im Monat sei durchaus möglich, hieß es.
Was hat die LEG im Vorfeld der Maßnahmen getan?
Die Mieter wurden vorab schriftlich über die Schritte der Modernisierung informiert. In kleineren Gruppen wurde unter anderem das Sicherheitskonzept vorgestellt.
Was sagt die Stadt zum Engagement der LEG?
Bürgermeister Harald Birkenkamp betonte, dass Ratingen West ein Stadtteil mit Zukunft sei, die Zusammenarbeit mit der LEG funktioniere sehr gut.
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