Ratingen: Lintorf gewinnt mit Vodafone
zuletzt aktualisiert: 05.09.2008Düsseldorf (RPO). InterView Nach dem Informationsabend des FDP-Ortsverbandes Lintorf/Breitscheid zum Vodafone-Projekt an der Rehhecke zog Ratsmitglied Werner Uferkamp eine positive Bilanz.
Hat das Thema gezogen?
Uferkamp Und wie! Die Gaststätte Bierkontor war voll. 57 Bürger sind gekommen, vor allem Anwohner aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Ich bin dem Technischen Beigeordneten Dr. Ulf-Roman Netzel sehr dankbar, dass er seinen Urlaub unterbrochen und dieses riesige Projekt vorgestellt hat. Da kommt ja einiges auf den Stadtteil zu.
Inwiefern?
Uferkamp Es werden mittelfristig 2500 Arbeitsplätze am Standort gebündelt. Es ist ein riesiges Bauvorhaben, das schon im kommenden Jahr auf den Weg gebracht werden soll.
Da sind doch Probleme programmiert . .
Uferkamp Keine Frage. Wir haben aber auch ausführlich über Lösungen gesprochen. Vor allem die Verkehrsbelastung wird enorm sein, aber diese Probleme können sich lösen lassen. So ist zum Beispiel geplant, einen Kreisverkehr an der Ecke Krummenweger Straße/Rehhecke zu bauen. Ich bin ohnehin eher für eine Kreis-Verkehrlösung, weil es bei Ampeln zu langen Rückstaus kommt.
Und der Autobahnanschluss an die A 524?
Uferkamp Der muss sein. Es geht ja nicht nur um das Vodafone-Projekt, sondern beispielsweise auch um das zu entwickelnde Gewerbegebiet Breitscheider Weg/An den Dieken.
Haben Sie denn die Hoffnung, dass der Anschluss kommt?
Uferkamp Schwierig zu beantworten. Die Entscheidung fällt ja auf ganz anderer Ebene.
Zurück zu den Gewerbegebieten. Im Rat hatten Bürger große Bedenken?
Uferkamp Da ging es aber nicht um das Vodafone-Projekt. Die Lintorfer nehmen dieses Projekt positiv auf. Lintorf wird profitieren.
Warum?
Uferkamp Man denke nur an die Arbeitsplätze. Da kommen viele Leute aus dem Umland. Sie werden Lintorf schätzen lernen. Der Stadtteil ist ja die grüne Lunge Ratingens. Jede Straße, die nach Lintorf führt, ist von der Natur umgeben. Will sagen: Lintorf ist lebenswert. Möglicherweise werden sich Vodafone-Mitarbeiter im Stadtteil niederlassen, eine Wohnung oder ein Häuschen suchen.
Insgesamt drängt sich das Thema Verkehr als größtes Problem auf.
Uferkamp Klar. Aber da tut sich ja was. Unterführung am Konrad-Adenauer-Platz, die Brücke an der Tiefenbroicher Straße, das neue Vodafone-Gewerbegebiet – drei Punkte, die für Lintorf künftig sehr wichtig sein werden.
Norbert Kleeberg führte das Gespräch.
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