Lintorf: Lintorf – immer in Bewegung
VON NORBERT KLEEBERG UND MELANIE MEYER - zuletzt aktualisiert: 23.02.2008Düsseldorf (RPO). Ein echter Lintorfer, so heißt es, ist man erst dann, wenn man mindestens 25 Jahre in diesem Stadtteil gelebt hat. Doch schon viel früher fühlen sich Hinzugezogene dort heimisch. Denn in Lintorf pulsiert das Leben, wie Folge zwei des Stadtteilchecks belegt.
Sie leben in ihrem Stadtteil, und sie leben mit ihrem Stadtteil. Kurzum: Sie möchten Lintorf nicht missen. Viele junge Familien sind in den vergangenen Jahren dorthin gezogen – zum Beispiel in Neubaugebiete. Und sie fühlen sich wohl, weil das Leben im Ortskern pulsiert. Stolz sind die waschechten Lintorfer auf das eigene Rathaus – auch wenn die Verwaltungszentrale seit langem an der Minoritenstraße steht. Der Bau im Stadtteil steht jedoch unverbrüchlich für Selbstverantwortung und Selbstständigkeit. Die Lintorfer pochen nicht etwa großspurig auf Eigenständigkeit, sie leben diese Begriffe kraftvoll aus, indem sie Veranstaltungen organisieren und als Orts- und Lebensgemeinschaft zusammenrücken. Das macht den Stadtteil, in dem es auch einen Schützenplatz und einen Schützenumzug gibt, in seiner vielschichtigen Ausprägung so interessant.
Die Stärken
Lintorf hat ein reges Vereinsleben, das neben den Sportklubs (TUS, LTC und RWL) auch die Brauchtumsvereine und die Feuerwehr prägen. Es gibt ein breites Angebot im Freizeitbereich, das vor allem für Familien attraktiv ist. Die Manege, das städtische Jugendzentrum, ist ein Publikumsmagnet. Neben der klassischen Jugendarbeit der Stadt gibt es ein umfangreiches Angebot des Fördervereins im Kultur-, Disco- und Eventbereich. Nicht zu vergessen das Allwetterbad, das viele Gäste auch aus der Region Düsseldorf in den Stadtteil lockt.
Lintorfs größte Party (für die Jugend) ist zweifellos die Beach-Party, auf der sich rund 5000 Gäste tummeln, und das Dorffest (10 000 Besucher). Gastronomie und lokale Wirtschaft sind weitere Magneten. Das wirtschaftliche Zentrum ist die Speestraße, aber auch die Duisburger Straße spielt eine wichtige Rolle. Feinkostgeschäft, Schuhmode, Reformhaus, Optiker, Parfümerie, Supermärkte – der Auszug aus dem Branchenmix belegt, dass der Stadtteil insgesamt gut aufgestellt ist. Im Bereich der Gastronomie ist für jeden Geschmack etwas dabei – von gut bürgerlich bis hin zur feinen Kreation. Die Lintorfer verstehen es, Feste feste zu feiern. Ein Höhepunkt im Jahr ist der Kinderkarnevalsumzug, immerhin der drittgrößte dieser Art in NRW.
Die Schwächen
An den Markttagen ist die Parkplatzsituation im Ort problematisch. Seit langem warten die Lintorfer auf die Unterführung am Konrad-Adenauer-Platz und auf die Brücke an der Tiefenbroicher Straße. Dies würde insgesamt eine spürbare Entlastung für den Stadtteil bringen.
Zudem ist der Lärm, der von der Güterstrecke herüber zieht, ein Problem.
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