Ratingen: Macht späterer Unterricht Schule?
zuletzt aktualisiert: 27.03.2009Düsseldorf (RPO). Interview mit dem Schuldezernenten Rolf Steuwe. Schulen können laut Landesregierung nun ab 8.30 Uhr in den Tag starten.
Die Landesregierung stellt es den Schulen ab sofort frei, den Unterricht später als 8.30 Uhr beginnen zu lassen. Sie sind selbst ausgebildeter Lehrer. Was sagen Sie dazu?
Steuwe Sicherlich ist dies ein Ansatz, bei den Schulen eine Flexibilisierung in Eigenverantwortung voranzutreiben. Aber es bleiben noch viele Fragen offen.
Welche?
Steuwe Wie sieht es zum Beispiel mit den Arbeitszeiten der Menschen aus, die in den Schulen beschäftigt sind, etwa Hausmeister oder Sekretärinnen? Eine Frage ist auch, wie die weiterführenden Schulen damit umgehen. Schließlich würde sich der Unterricht weiter nach hinten verschieben.
Gibt es aus Ihrer Sicht Vorteile?
Steuwe Man könnte zum Beispiel den morgendlichen Busverkehr, der ja zu bestimmten Kernzeiten abläuft, entzerren. Dies würde zu einer Entspannung der Situation führen. Aber dies muss eng abgestimmt werden, damit es auch funktioniert. An die Umsetzung sind Detailfragen gekoppelt.
Und wie sieht es mit Familien aus?
Steuwe Sicherlich könnte ein späterer Schulbeginn zu organisatorischen Problemen führen.
Glauben Sie, dass viele Schulen in Ratingen mitziehen werden?
Steuwe Eher nicht.
Norbert Kleeberg stellte die Fragen.
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