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Ratingen: Mädchen im Bett erstickt

VON JOACHIM PREUSS - zuletzt aktualisiert: 06.01.2013 - 14:56

Ratingen (RPO). Die vorläufig festgenommene Mutter (30) wieder auf freiem Fuß: Es gibt keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Am Morgen danach war alles ruhig in Süd. Nichts deutete auf das Drama hin, dass sich am späten Samstagnachmittag in einer sozialen Einrichtung abgespielt hatte. Gegen 17.50 Uhr wurde der Rettungsdienst der Feuerwehr Ratingen alarmiert. Angehörige hatten Alarm geschlagen: Ein lebloses Kleinkind war in einer Wohnung gefunden worden. Doch auch der ebenfalls ausgerückte Notarzt konnte nicht mehr helfen, er stellte den Tod des 14 Monate alten Mädchens fest – und alarmierte die Polizei.

Eine 14-köpfige Mordkommission aus Düsseldorf übernahm die Ermittlungen: Das Mädchen hatte deutliche Spuren einer Strangulation. Die 30-jährige Mutter wurde noch am Abend vorläufig festgenommen, aber am Sonntag wieder auf freien Fuß gesetzt: Die Obduktion hatte keinerlei Hinweis auf ein Fremdverschulden, Misshandlungen oder Vernachlässigung des Kindes ergeben.

Staatsanwalt Christoph Kumpa: „Nach Aussagen der 30-jährigen Mutter handelt es sich bei dem Tod ihrer Tochter um einen tragischen Unglücksfall. Dabei hat sich das bereits mittags zum Schlafen gelegte Mädchen in seinem Kinderbett mit einem Spielzeug selber stranguliert. Diese Darstellung kann von den bisherigen Ermittlungen der Mordkommission und dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion nicht widerlegt werden.“

So lägen zur Zeit weder Hinweise zu einem vorsätzlichen Tötungsdelikt, noch zu einer Misshandlung oder Vernachlässigung des 14 Monate alten Kindes vor, die zur Beantragung eines Haftbefehles führen würden. Deshalb sei die 30-jährige Ratingerin nach Abschluss der ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen am Sonntag wieder entlassen worden.

Man habe ihr psychologische Beratung angeboten. Kumpa: „Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei zum Verdacht einer fahrlässigen Tötung dauern indes weiterhin an.“ Auch müsse das endgültige Obduktionsergebnis abgewartet werden.

Auf der Haupt-und Rettungswache waren auch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die an der Talstraße im Einsatz waren, als Zeugen vernommen worden.
 

Quelle: ots
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