Ratingen: Marktbericht: Ingwer und Grünkohl wärmen
VON MELANIE MEYER - zuletzt aktualisiert: 07.01.2009Düsseldorf (RPO). Nur wenige Beschicker waren gestern auf dem Markt. Zum einen weilen einige Händler im Winterurlaub, zum anderen blieben viele wegen der Kälte und der glatten Straßen zu Hause. „Auch am Donnerstag werden wir wohl nicht komplett sein“, mutmaßte Toni Ingenhoven, der sich an seinem Heizstrahler wärmte und der eisigen Kälte am frühen Morgen trotzte.
„Das richtige Essen bei solchem Wetter ist Grünkohl“, so seine Empfehlung. Der sei reich an Vitaminen und ein klassisches Wintergericht. Gleich einen ganzen Wagen voll hatte er gestern mitgebracht. Und der Kunde hatte die Qual der Wahl: vorgeschnitten und geputzt oder am Stiel. Wärmen würde auch ein deftiger Gemüseeintopf, am besten mit frischem Gemüse, sagt er weiter. Suppengrün (Lauch, Sellerie, Möhren und Petersilie), Petersilienwurzel und Rosenkohl sind derzeit günstig im Preis, so Ingenhoven. Wem eine heiße Suppe nicht reiche, der solle es mal mit scharfen Gewürzen probieren, Ingenhovens Geheimtipp ist Ingwer. „Die Wurzel hat es in sich“, so der Fachmann. Schon die alten Chinesen hätten auf die Knolle geschworen und ihr heilende Wirkung zugeschrieben. Und auch historische Persönlichkeiten wie Karl der Große oder Hildegard von Bingen, kannten die Wurzel.
Sie soll entzündungshemmend sein und das Immunsystem stärken. „Sogar gegen kalte Füße soll sie helfen“, so der Gemüsehändler. Grund dafür sei, dass sie die Durchblutung anrege. Ingwer sei aber auch blutverdünnend und würde wie Johanniskraut wirken. Kaum ein Leiden, wogegen die fernöstliche Wurzel nicht helfe. „Wenn man dran glaubt, hilft es bestimmt“, so Ingenhoven.
Als Gewürz kann man Ingwer sowohl als Pulver, als auch frisch verwenden. Intensiver sei er natürlich frisch. Die Knolle kann man reiben oder in schmale Stücke schneiden und dem Essen wie Pfeffer oder Chili zufügen und mitkochen. Der Vorteil von Ingwer sei, dass sich die Schärfe nicht wie bei Pfeffer direkt im Mund verbreite und sie dadurch auch für Menschen, die selten scharf essen, bekömmlich sei.
Aufbewahren kann man die Knolle einige Wochen im Kühlschrank und je nach Bedarf verwenden. Jedoch sollte man darauf achten, dass die Wurzel nicht feucht liegt, da sie sonst Schimmel ansetzen kann.
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