Homberg: Mitdenken am Pferdskamp
VON JASMIN MAXWELL - zuletzt aktualisiert: 04.03.2008Düsseldorf (RPO). Der Spielplatz wird komplett neugestaltet. Kinder aus der Nachbarschaft konnten dazu ihre Wünsche nennen. Am Samstag wurde der Vorentwurf gezeigt. Nur die Seilbahn gibt es nicht.
Eine Rutsche, eine Schaukel, ein Klettergerüst, ein größerer Sandkasten, eine Tischtennisplatte und eine Seilbahn – die Wunschliste für den Spielplatz Am Pferdskamp war lang. Er soll nach den Vorstellungen von Kindern aus der Nachbarschaft komplett neugestaltet werden. Nun wurde auf dem Spielplatz der Vorentwurf vorgestellt. „90 Prozent der Ideen konnten wir realisieren“, sagte Michael Hansmeier vom Jugendamt.
Im Oktober hatte das Jugendamt einen öffentlichen Aufruf gestartet und Kinder zu einem Bastel- und Malworkshop eingeladen, in dem sie ihre Wünsche für den neuen Spielplatz einbringen konnten. Etwa 20 Kinder im Alter von bis zu zwölf Jahren und einige Eltern seien gekommen, sagte Hansmeier. „Mit denen haben wir dann Pro- und Contra-Listen geschrieben, über alle Vorschläge abgestimmt und eine Rangfolge erstellt.“ Die Listen waren jetzt zu sehen: „Eine Kletterpyramide mit Seilen“ stand da zum Beispiel auf der Pro-Seite und „Geräte in schlechtem Zustand“ auf der Contra-Seite. Alle Vorschläge gingen ans Grünflächenamt, das daraus den Vorentwurf erstellte.
Kinder fanden ihre Ideen wieder
Viele Anwohner mit ihren Kindern und auch die stellvertretende Bürgermeisterin Anne Korzonnek (SPD) waren zur Vorstellung gekommen. Der Entwurf wurde begeistert aufgenommen, die Kinder fanden ihre Ideen wieder. Neben Rutsche, Schaukeln, einem Sandspielbereich und einer Tischtennisplatte wird es auch eine große Spielanlage mit Kletterwand und -felsen, einer Wackelbrücke und Baumstämmen zum Balancieren geben. „Das einzige, was wir nicht realisieren konnten, war die Seilbahn“, sagte Anke Vollstedt vom Grünflächenamt. Die sei zwar oft gewünscht worden, der Spielplatz sei dafür aber einfach zu klein.
Ein paar Verbesserungsvorschläge hatten die Anwohner dann aber doch noch: eine „Babywippe“ für Kleinkinder oder ein Basketballkorb wurden genannt. Pietro (10) sagte: „Eine Nestschaukel hätte ich noch gut gefunden.“ Insgesamt gefiel ihm der Entwurf für den neuen Spielplatz aber sehr gut. Sein Freund Yannik (9) freute sich besonders auf die neue Tischtennisplatte und „das Klettergerüst für etwas Größere“.
Eine Lösung für das von den Kindern häufig genannte Problem des Katzendrecks im Sandkasten wurde auch gefunden. Hier würde sich eine Plane, die abends über den Sandkasten gezogen würde, anbieten, meinte Vollstedt. „Das muss dann aber im Rahmen einer Nachbarschaftspatenschaft geschehen.“ Dazu habe sich unter den Anwohnern auch schon Bereitschaft gezeigt. KOMMENTAR
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