Ratingen: Mosquito – da hören die Bürger ganz genau hin
zuletzt aktualisiert: 03.08.2009Düsseldorf (RPO). Haben wir in Ratingen etwa ein Sommerloch? Eine schnöde Zeit ohne Themen, die den Dumeklemmern auf den Nägeln brennen? Der Pitter urteilt: In Ratingen hat es nie eine Saure-Gurken-Zeit gegeben, denn die Stadt ist politisch turbulent, erst recht in diesen Tagen und Wochen.
Warum? Klar, es ist purer Wahlkampf. Und da beobachtet jeder, was der andere so macht. Fehler werden prompt mit Häme bestraft. Gern wird da ein Thema hochgekocht. Und viele dachten bei der Geschichte um das stiekum angebrachte Mosquito-Gerät an der Eissporthalle, es handele sich um einen köchelnden Scherz aus der Gerüchteküche.
Doch mit dem Buhlen um Wählerstimmen und dem blanken Reingrätschen beim politischen Gegner hat dieses Gerät, das Jugendliche abschrecken soll, ganz und gar nichts zu tun. Fakt ist: Die politischen Gremien sind über das brisante Ding an der Wand erst gar nicht informiert worden. Wer die Sache letztlich verwaltungsintern verbockt hat, wird noch zu klären sein.
Jedenfalls muss sich die Verwaltung peinliche Fragen gefallen lassen, die in erster Linie um die Informationspolitik kreisen. Wer Mosquito-Geräte installiert, muss vorher offen mit dem Thema umgehen. Per Zufall ist die Sache ans Tageslicht gekommen. Verständlich, dass Politiker – aus welcher Richtung auch immer – nachkarten und auf Erklärungen pochen. Interessant wäre es auch zu wissen, wer überhaupt auf die Idee gekommen ist, das Gerät zu installieren. Die Bürger (also die Wähler) werden genau hinhören. EUER PITTER
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