Kommentar: Museum ohne Rückhalt
zuletzt aktualisiert: 09.02.2010Düsseldorf (RPO). Es ist der nächste Coup: Nach der erfolgreichen Goya-Ausstellung gibt es ab dem 3. März den Künstler Dieter Nuhr mit Bildern, die man so noch nie gesehen hat. Das wird viele Neugierige in die Stadt locken, schließlich öffnet der Kabarettist und Comedian erstmalig seinen privaten Foto-Schatz. Ratingen hat Nuhr bekommen – und nicht etwa Düsseldorf oder eine andere Kultur-Metropole.
Bei aller Vorfreude auf die neue Sonderschau fällt der Blick sehr schnell auf die desolate Museumspolitik in der Stadt. Melanie Ehler, die neue Leiterin, ist mit dem Ziel angetreten, das Museum grundlegend zu entstauben. Doch sie hat deutlich erfahren müssen, dass die große Finanzspritze erst gar nicht ausgepackt wird. Ein Plädoyer für den Museumsstandort Ratingen sieht anders aus. Kurzum: keine Lobby, kein Rückhalt. Da kann Nuhr nur gut tun. NORBERT KLEEBERG
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