Ratingen: Neue Technik fürs Amt: Pläne werden konkret
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 13.07.2011Ratingen (RP). Die Pläne, eine neue Software für das Amt für Gebäudemanagement anzuschaffen, werden konkret. Gerd Wilms, Leiter des Amtes, stellte gestern den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses die Ergebnisse einer amtsinternen Arbeitsgruppe vor, die nach dem millionenschweren Betrugsskandal grundlegende Veränderungen in den alltäglichen Abläufen einfordert (die RP berichtete bereits). Dazu gehört auch der Einsatz einer speziellen Technik, die ganz viele Funktionen und Anforderungen erfüllen muss.
Am 25. Juli wird bei einem Treffen erörtert, wie diese Software in die "EDV-Landschaft der Verwaltung" (Wilms) passen kann. Anhand eines vorgegebenen Musterobjektes sollen Bewerber später ihre Ergebnisse vorstellen. Geplant sei, vier oder fünf Software-Unternehmen für diese Aufgabe auszuwählen, betonte Wilms, der ein rund 100 Seiten starkes Pflichtenheft zeigte. Darin steht, was die Software leisten muss. Eine Auswahlkommission werde dann eine Entscheidung treffen, betonte Wilms, der von Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) seinerzeit auf Bitten von Bürgermeister Harald Birkenkamp nach Ratingen geschickt wurde. Fakt sei, dass die Projektgruppe geschlossen hinter der Arbeit stehe. Botschaft: Man braucht diese Software ganz dringend.
Wilms' Vortrag fand die Unterstützung aller Ausschuss-Mitglieder. Dennoch gab es Kritik. SPD-Fraktionschef Christian Wiglow monierte, dass rund 14 Monate nach Bekanntwerden des Betrugsskandals immer noch keine Gebäudesoftware gekauft worden sei. Gerold Fahr (CDU) bemängelte, dass die Verwaltung unnötig viel Zeit damit verbracht habe, Dienstanweisungen vernünftig abzufassen. Aus Sicht von FDP-Fraktionschefin Hannelore Hanning "bleibt noch einiges nachzuarbeiten". Alexander von der Groeben, erster stellvertretender Fraktionsvorsitzender der BU, erklärte, dass man im Bemühen um eine bessere Prävention auf einem sehr guten Weg sei. Hermann Pöhling (Grüne) betonte, dass das alte Hochbauamt offenbar in einem mittelalterlichen Zustand gearbeitet habe, so groß sei nun der organisatorische Nachholbedarf.
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