Heiligenhaus: Neuer Schutz für Wanderer
VON STEFAN GÖRZ - zuletzt aktualisiert: 31.07.2009Düsseldorf (RPO). Im Rahmen eines Projektes der Stadt Heiligenhaus, der Bildungsgesellschaft für erfolgreiche Berufe GmbH sowie der Arbeitsgemeinschaft "ME-aktiv" haben Jugendliche 13 Schutzhütten im Heiligenhauser Wandergebiet gebaut.
Wer als Wanderer in diesem Sommer unsere Region durchstreift, kann sich nicht sicher sein, am Ende trocken am Ziel anzukommen. So scheint oftmals zu Beginn der Wanderung die Sonne, der Himmel ist blau und es ist angenehm warm. Dann aber ziehen plötzlich dunkle Wolken auf, es beginnt zu blitzen und zu donnern und der Himmel öffnet alle Schleusen. So muss manche Wanderung abrupt abgebrochen werden oder der Wandersmann nimmt es in Kauf, durchnässt zu werden.
Aber damit ist zumindest im Heiligenhauser Wandergebiet Schluss, seit am Rundwanderweg Friedhof Werkerwald, an der Heidestraße, am Wanderweg zwischen Feldstraße und zum Wildenstein, an der Wülfrather Straße sowie am Wanderweg zwischen Dörrenhauser Straße und Kurt-Schumacher-Straße neue Schutzhütten stehen.
Durch Vandalismus zerstört
Im Rahmen eines Projektes der Stadt Heiligenhaus, der Bildungsgesellschaft für erfolgreiche Berufe GmbH (E.D.B) Velbert sowie der Arbeitsgemeinschaft "ME-aktiv" wurden ein Großteil der in den vergangenen Jahren durch Vandalismus und natürlichen Alterungsprozess zerstörten Wanderhütten erneuert sowie drei neue Hütten gebaut. "Ziel dieser Maßnahme, deren Idee im Rahmen unserer Planung für Bolzplätze in 2006/2007 entstand, war zum einen eine Steigerung des Naherholungswertes und der Attraktivität der Wanderwege, zum anderen, junge Arbeitslose in diese Aufgabe mit einzubinden", so Dr. Jan Heinisch, Bürgermeister der Stadt Heiligenhaus.
So kommen die Jugendlichen, die im Durchschnitt circa sechs Monate im Projekt mitgearbeitet haben, vorwiegend aus Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath. Und obwohl es sich um Ein-Euro-Arbeitskräfte handelt, sind die jungen Leute hochmotiviert an diese Aufgabe herangegangen. "Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Alle dreizehn Hütten sind sehr individuell und hochwertig gebaut und verarbeitet. Sie sind damit industriell erstellten Projekten weit überlegen", sagte Fritz Haese, Leiter der technischen Betriebe. "Die circa neun Quadratmeter großen Hütten sind dabei auch als Verweilplätze für Jugendliche gedacht. Und durch die hohe Identifizierung der ,Bauherren' mit ihrer Arbeit erhoffen wir uns, dass es künftig weniger Vandalismus geben wird", so Haese weiter. Die Hütten, die in den Betriebsstätten der E.D.B GmbH in Neviges vorgefertigt wurden, werden künftig durch die Stadt Heiligenhaus gewartet, die auch das Baumaterial, dessen Kosten bei rund 6500 Euro liegen, gestellt hat.
Wanderer können sich freuen. "In Zusammenarbeit mit dem Kreis Mettmann erstellen wir zur Zeit eine neue Wanderkarte, die dann sämtliche Standorte der Hütten enthalten wird", so Heinisch. Somit wird der wanderfreudige Bürger demnächst auch einen Schutz vor Unwettern am Wanderweg zwischen Bahndamm und Hotel Talburg, dem Rundwanderweg Stauteich Abtsküche, an der Giesenhofstraße, an der Humboldtstraße sowie der Kurt-Schumacher-Straße finden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum