Lintorf: Neuer Wohnpark in Lintorf
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 14.11.2009Düsseldorf (RPO). Die Deutsche Reihenhaus AG baut auf dem ehemaligen Parkplatz des Autohauses Gottfried Schultz 98 Reihenhäuser. Das Projektvolumen beträgt rund 20 Millionen Euro. Baubeginn: Juni 2010.
Es gehört zu den größten Projekten der nächsten Jahre. Im Stadtteil Lintorf entsteht ab Juni 2010 ein riesiger Wohnpark an der Straße "Am Brand". Wo früher auf dem 26 000 Quadratmeter großen Areal unzählige Pkw des Autohauses Gottfried Schultz standen, werden demnächst 98 Reihenhäuser gebaut, unterteilt in zwei Typen: Da gibt es das Modell "116 Quadratmeter Wohntraum" und das Modell "141 Quadratmeter Familienglück".
Die Preise inklusive Grundstück beginnen bei 179 900 Euro für das Modell "Wohntraum" und bei 209 900 Euro für den Typ "Familienglück". Die Preise wurden ohne Malerarbeiten und Bodenbeläge kalkuliert.
Bereits ab dem 19. November will die Deutsche Reihenhaus AG mit dem Vertrieb des Projektes beginnen. Die neuen Hausmodelle seien speziell auf die Bedürfnisse junger Familien und von Familien mit viel Platzbedarf zugeschnitten, betonte Achim Behn, der Sprecher des Unternehmens, das rund 20 Millionen Euro investiert. Rund die Hälfte der Häuser im Wohnpark seien Reihenendhäuser, so Behn, der betonte, dass die Anlage als "verkehrsberuhigter Bereich" ausgewiesen werde.
Der Wohnpark "Am Schneiderbruch", so die offizielle Bezeichnung des Standortes, ist das erste Projekt der Deutschen Reihenhaus AG in Ratingen, die nach eigenen Angaben auf die sehr gute Infrastruktur geachtet hat: Ärzte, Schulen, Apotheken, die direkte Anbindung an die A 524, Naherholungsgebiete, Sportstätten und das Allwetterbad. Dass sich der neu entstehende Stadtteil im Stadtteil Lintorf abschotten könnte, glaubt Behn nicht. 99 Prozent der Eigentümer der Reihenhäuser wohnten selbst in ihrer Immobilie und identifizierten sich mit dem Stadtquartier und der Umgebung, Zusammenhalt und Gemeinschaftlichkeit würden groß geschrieben, erklärte Behn, der einräumte, dass es angesichts der Größe der Projekte durchaus kritische Stimmen gebe.
"Glückliche Fügung"
Dr. Ulf-Roman Netzel, der Technische Beigeordnete, sprach mit Blick auf das Campus-Projekt von Vodafone mit zunächst 2500 Arbeitsplätzen von "einer glücklichen Fügung". Der neue Wohnpark werde auch Wohnraum für Vodafone-Angestellte bieten, die künftig auf dem Areal an der Rehhecke arbeiten werden. Netzel betonte, dass sich der Wohnpark gut in den Stadtteil einpasse. "Neue Familien ziehen nach Lintorf, wir stärken damit auch die Infrastruktur." Die Flächenreserven in der Stadt für derartige Projekte seien so gut wie aufgebraucht, so Netzel. Als große Fläche für Wohnraum stehe noch das Gelände am Felderhof zur Verfügung, unterstrich der Planungsdezernent.
Das Lintorfer Bauvorhaben gehört zu den größten Projekten der Deutschen Reihenhaus AG. Zwischen dem ersten Spatenstich und der Fertigstellung soll ein halbes Jahr vergehen. Die ersten Familien könnten Ende 2010 einziehen.
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