Ratingen: Ost-Bahnhof: Dritter Fahrstuhl bald fertig
zuletzt aktualisiert: 04.06.2009Düsseldorf (RPO). Der dritte Fahrstuhl am Bahnhof Ost wird am 18. Juni vom TÜV geprüft und – sofern keine Mängel ans Tageslicht kommen – für die Öffentlichkeit freigegeben. Das teilte Mittwoch die Stadt Ratingen auf Anfrage mit.
RP-Leserin und Bahnhofs-Anwohnerin Gertrud Vieth hatte sich gewundert, dass die Arbeiten offenbar seit April beendet waren, der Fahrstuhl aber noch nicht benutzt werden kann. Bis zur TÜV-Abnahme seien nur wenige Restarbeiten nötig, hieß es. Die vielen Treppen am Bahnhof Ost gibt es seit 1967. Die Unterführung wurde 1991 gebaut – und der Streit um Fahrstühle zwischen Bahn und Stadt nahm seinen Anfang. Zunächst wollte die Bahn nur einen Aufzug, aber immerhin drei Schächte einbauen. Als 1994 mit dem Bau der Brücke begonnen wurde, war das Thema Aufzüge wieder aktuell: Denn der Bahnübergang sollte verschwinden. 1995 gingen zwei Aufzüge in Betrieb: Einen hatte die Bahn bezahlt, den anderen die Stadt. Für den dritten fehlte der Stadt das Geld.
Das änderte sich in den vergangenen Jahren bekanntlich. Die Stadt wurde wieder vorstellig bei den Bahnbeamten und lief vor die Pumpe. Ende 2006 platzte Baudezernent Dr. Ulf-Roman Netzel der Kragen – er erteilte selbst den Auftrag: Denn die Baukosten in Höhe von etwa 200 00 Euro werden vom Land finanziert.
Anfang Februar wurde nun mit dem Bau begonnen. Damit ist der Bahnhof Ost nach 40 Jahren endlich behindertengerecht. Doch das nächste Problem bahnt sich in Hösel an: Denn wenn dort mit der Brücke der Bahnübergang verschwindet, bleibt nur noch die Unterführung, um die jeweils andere Seite zu erreichen. Und Fahrstühle gibt es dort noch nicht.
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