Hösel: Pendler sauer: S 6 stand wieder still
VON JOACHIM PREUSS - zuletzt aktualisiert: 01.12.2009Düsseldorf (RPO). Bahnkunden mussten am Sonntagabend und gestern Morgen mal wieder viel Geduld mitbringen. Kurz vor 21 Uhr strandete im S-Bahnhof Kettwig die S 6 in Richtung Hösel und Ratingen Ost. Zunächst, so berichtete eine RP-Leserin aus Hösel, habe es keine Durchsage gegeben. Die Lautsprecheranlage war ausgefallen.
Erst der Lokführer habe die Fahrgäste persönlich aufgeklärt, dass dort die Bahnfahrt beendet sei. Draußen vor dem Bahnhof warteten weitere Fahrgäste auf den Weitertransport: von Bussen keine Spur. Einige Bahnkunden hätten schon zwei Stunden gewartet. Erst später seien die ersten Taxen aufgetaucht, auf die ein regelrechter Ansturm eingesetzt habe, berichtete die Höselerin. Derweil blieb auf dem Gleis eine weitere Bahn stehen: Lokschaden. Nach Angaben eines Bahnsprechers drohte ein Baum in die Oberleitung zu fallen. Deshalb sei die Strecke bis Hösel vorsichtshalber zwischen 20.45 und 21.50 Uhr gesperrt worden.
Gestern Morgen lief wieder nichts mehr zwischen Hösel und Düsseldorf Hauptbahnhof. Nach Angaben der Bahn hatte es einen Selbstmord auf der Strecke gegeben. Erst kurz nach 9 Uhr, mit ordentlich Verspätung, verkehrten die S-Bahnen wieder.
Busunternehmen und Taxi-Unternehmen würden in solchen Fällen sofort informiert, so die Bahn. Doch gebe es keine Garantie, dass diese Unternehmen zu jedem Zeitpunkt genügend Fahrzeuge einsetzen können. Man habe als Kunde drei Möglichkeiten, um in solchen Fällen zum nächsten Bahnhof zu gelangen. Mit einem Taxigutschein (wenn der Bahnhof noch einen Schalter hat) ein Taxi nehmen, mit dem Ticket ein Taxi besteigen, das von seiner Zentrale bereits informiert sei oder die Fahrt selbst bezahlen und sich eine Quittung ausstellen lassen. Das Geld bekomme man in jedem Reisezentrum oder via Internet (www.bahn.de) zurück.
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