Ratingen: Polizei stellt sich neu auf
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 15.08.2007Düsseldorf (RPO). Zum 1. September greift die Reform der Kreispolizeibehörde: Die Inspektionen werden aufgelöst, die Wachen in Ratingen und Heiligenhaus bleiben bestehen. Folgen: mehr Personal für Straßen und Schwerpunkte.
RATINGEN/HEILIGENHAUS. Vieles ist neu an der Reform, die Landrat Thomas Hendele gestern auf der Wache in Ratingen vorstellte. Was haben die Städte Ratingen und Heiligenhaus konkret davon? Ein Überblick:
Polizeiinspektionen Die Inspektionen werden aufgelöst und durch Direktionen in den Bereichen Gefahrenabwehr/Einsatz, Kriminalität sowie Verkehr ersetzt. Die Wachen in den einzelnen Städten bleiben bestehen. Die Auflösung einer Inspektion habe keine personellen Folgen für die Arbeit der Wachen vor Ort, betonte Hendele. Der Vorteil aus seiner Sicht: schlankere Hierarchien, weniger Beamte in Stabsfunktionen oder Führung, mehr Kräfte im operativen Dienst, also auf der Straße.
Personal Elmar Hörster ist als Leiter der Wache Ratingen erster Ansprechpartner. Der bisherige Leiter der Polizeiinspektion West, Dirk Druyen, wird stellvertretender Leiter der Direktion Verkehr (Kriminalinspektion 1) und verantwortet unter anderem das Kriminalkommissariat (KK) vier, das sich zentral mit Einbruch und Diebstahl beschäftigt. Die Folge: Das Ratinger Kriminalkommissariat kann sich anderen Schwerpunkten widmen. KK-Chef Bernd Lingott betonte, dass man – auch nach der Schlägerei in der Manege – stärker in den Bereich der Jugendkriminalität einsteigen werde, dies mit drei „jungen, engagierten Sachbearbeitern“. Lingott nannte zwei Zahlen: Im vergangenen Jahr habe es 363 Körperverletzungsdelikte gegeben, 83 davon verübt von Tätern unter 21 Jahre. Laut Leitendem Polizeidirektor Ulrich Koch, der das Projekt „Reform“ geleitet hat, werden 19 Beamte mehr für den operativen Dienst im Kreis zur Verfügung stehen. Neu ist eine so genannte „Einsatzunterstützung“, eine flexibel einsetzbare Einheit: Dazu gehören Einsatztrupps in Uniform, zivile und szenekundige Beamte, zudem sieben Diensthundeführer. „Wir können so unmittelbar auf Brennpunkte reagieren“, betonte Hendele.
Wache Die Wache in Ratingen ist rund um die Uhr besetzt, in Heiligenhaus ist die Dienststelle montags bis freitags zwischen 7 und 22 Uhr geöffnet. Der Wachleiter in Heiligenhaus kann kurzfristig entscheiden, ob die Wache auch am Samstag und Sonntag besetzt sein soll. In Heiligenhaus wird ab 1. September das Verkehrskommissariat Nord (mit Ratingen und Velbert) untergebracht sein. KOMMENTAR
Grundsätzliches
Jede Stadt des Kreises hat eine Polizeiwache.
Die Wachleiter sind Ansprechpartner für die Städte.
In jeder Stadt des Kreises ist rund um die Uhr mindestens ein Streifenwagen.
In Spitzenzeiten können bis zu 17 Streifenwagen zeitgleich im gesamten Kreisgebiet im Einsatz sein.
Im Bereich Verkehr sollen die Kontrollen verstärkt werden, zudem gibt es ein eigenes Kommissariat für Unfallprävention, Opferschutz und Verkehrssicherheitsberatung. Im Bereich Kriminalität ist ein ziviler Einsatztrupp unterwegs.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum