Heiligenhaus: Ruhr-Kultur pur
VON NINA VON DER BEY - zuletzt aktualisiert: 31.01.2008Düsseldorf (RPO). Das Konzept für die Heiligenhauser Beteiligung an der „Kulturhauptstadt Ruhrgebiet 2010“ steht. Im Zentrum soll die Zusammenarbeit mit den Partnerstädten stehen. Jetzt hat die Essener Jury das Wort.
Die Stadt will im Jahr 2010 dabei sein, wenn es heißt: „Ruhrgebiet – Kulturhauptstadt 2010“. Im Vorfeld konnten die Essener Macher davon überzeugt werden, dass es sich bei der Stadt Heiligenhaus durchaus um ein Stück Ruhrgebiet handelt. Konkret bemüht sich ein Team des Stadtmarketing-Arbeitskreises „Kultur und Gesellschaft“ um die Teilnahme an dem Projekt „Twins 2010“. Das ist ein Leitprojekt der groß angelegten Veranstaltungsreihe (RP berichtete).
Aufgerufen wurden Projektinitiativen aus den Bereichen Theater, Tanz, Musik, Bildende Kunst, Film, Literatur, Internet und kulturelle Bildung. Das Ganze in Verbindung mit den Partnerstädten. Das Heiligenhauser Konzept ist fertig und geht jetzt zur Essener Jury, die aus den Vorschlägen auswählt. In Heiligenhaus haben die Planungen nun konkrete Formen angenommen. Geplant ist ein Dreiklang aus Kunst, Musik und Tanz. Ein Trio aus deutschen, französischen und englischen Darbietungen, denn beteiligen sollen sich auch kulturelle Gruppen der Partnerstädte Meaux und Mansfield. Aus dem französischen Meaux soll ein pantomimisches Tanztheater anreisen. Auf hohen Stelzen sollen die französischen Tänzer zu Barockmusik einen modernen Ausdruckstanz präsentieren. Aus dem britischen Mansfield sollen gregorianische Gesänge mit modernen Stilelementen bis hin zu Pop in Heiligenhaus erklingen. An dem Heiligenhauser Kultur-Reigen soll außerdem der „Cantamus“-Mädchenchor aus Mansfield teilnehmen. 40 Sängerinnen zwischen 13 und 19 Jahren sollen Klangzauber verbreiten.
Jury-Entscheid
Bleibt nun abzuwarten, was die Jury, bestehend aus Mitgliedern der Essener Ruhr.2010 GmbH, davon halten wird. Alle Projekte, so auch das Heiligenhauser, sollen bis 2009 entwickelt und vorbereitet sein.
Über die Weiterentwicklung und Durchführung wird jeweils im ersten Quartal 2008 und 2009 entschieden.
Den Abschluss des künstlerischen Dreiklangs soll die Heiligenhauser Bildhauerin Doris Halfmann bieten. Mit fünf international bekannten Künstlern, die durch das Essener „Unart-Projekt“ bekannt wurden, soll sie eine Performance ins Leben rufen. Mit zu dem Projekt von Halfmann gehören auch Lichtinstallationen von Jens Hölmer, sowie Klangobjekte von Ulrike Kessel, Christian Müller und Alias Thoma. All diese Künstler schaffen mit ihren Werken und Installationen den passenden Rahmen für die tänzerischen Darbietungen von Heiligenhauser Hip-Hop-Tänzern. Die Gruppierungen der Tanzschule Heigl sind mit ihrem modernen Ausdruckstanz für das Projekt fest eingeplant. Zu Recht, denn sie haben sich schon viele Preise ertanzt und sind über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
Von diesem Projekt-Konzept abgesehen ist außerdem ein internationales Jugendzeltlager geplant.
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