Ratingen: Scherze mit spitzer Zunge
VON MELANIE MEYER - zuletzt aktualisiert: 05.10.2007Düsseldorf (RPO). Frank Küster holte im Bürgerhaus zu einem kabarettistischen Rundumschlag durch das Zeitgeschehen aus. Die rund 70 Gäste erlebten Stand-up-Comedy und hochkarätige Gäste.
Dem einen oder anderen standen die Tränen vor Lachen in den Augen. Kaum ein Thema der vergangenen Wochen wurde von Frank Küsters spitzer Zunge verschont. Zum zweiten Mal gab es „Küsters Comedy Club“ im Bürgerhaus. Mit von der Partie waren Comedian Achim Knorr und als Gaststar Magier Sven Heubes.
Bayerische Schmankerl
Direkt mit seinen ersten Äußerungen zum Thema Oktoberfest hatte Küster die Zuschauer auf seiner Seite. Nichts und niemand blieb verschont: die Fürther Landrätin Gabriele Pauli, die er als „Latex Gaby“ bezeichnete, Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber, den er durch überspitzte Körpersprache fantastisch parodierte und Kardinal Meißner, der durch seine Äußerungen über entartete Kunst im Fokus gestanden hatte. Leider verstand man Küster, gerade bei seinen Gesangseinlagen nur schwer, da die Musik ihn meist übertönte.
Einmal im Monat
Einmal im Monat, bis zum Januar, präsentiert das Bürgerhaus, Marktplatz 1, die neue Veranstaltungsreihe mit Stand-up-Comedy vom Feinsten.
Nächster Termin: Mittwoch, 7. November. Zu Gast wird dann das „Ruhrtal Trio“ sein. Einlass ab 18 Uhr, Beginn 20 Uhr. Eintritt 12,- Euro.
Die Idee zu dieser Veranstaltungsreihe hatte der Wirt des Bürgerhauses, Stephan Ammelungen. Er hatte eine ähnliche Veranstaltung in einer Düsseldorfer Kneipe gesehen. Seine Frau Sonja Glöckler freut sich über die gute Resonanz: „Noch weitere drei Termine sind geplant.“ Rund 70 Zuschauer waren Mittwochabend in den Saal in der ersten Etage vor der kleinen Bühne gekommen. Immer wieder begeisterte Küster durch seine spitzen Äußerungen, gepaart mit schrägen Gesten. „Wir sind Weltmeisterinnen“, scherzte er und zog über die „deklassierte Fußball-Herrennationalmannschaft“ her. Sogar um das leibliche Wohl seiner Gäste war er besorgt und organisierte von der Bühne aus den Getränkenachschub. Unglaublich war der Auftritt des Magiers Heubes, der das Publikum in Staunen versetzte, und auch der Gaststar im dritten Teil, Achim Knorr, machte seinem Namen alle Ehre. Er verstand es, mit verbalem und nonverbalem Nonsens die Lachmuskeln des Publikums zu trainieren.
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