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Homberg: Schickes Outfit für wenig Geld

VON NINA HUBER - zuletzt aktualisiert: 30.03.2012

Homberg (RP). Am Mittwochabend fand zum 36. Mal die Frauenkleiderbörse in Homberg statt. Der Erlös der Standgebühr geht wieder an das Frauenhaus im Kreis Mettmann.

Schuhe, Taschen, Kleider, Röcke, Blusen – was will frau mehr? Vor allem, wenn es so günstig ist wie bei der Frauenkleiderbörse in Homberg. Das Lutherhaus an der Dorfstraße war brechend voll, hunderte weibliche Stimmen und Berge von Kleidern füllten den Saal in der ersten Etage. Auch für das leibliche Wohl war gut gesorgt: Salate, Quiche, Kaffee und Kuchen luden zum gemütlichen Beisammensein an langen Tischen ein.

"Manche Leute verkaufen hier nur zwei Teile, sie sind aber trotzdem zufrieden, weil hier eine sehr heimelige Atmosphäre herrscht", sagte Gilla Motzkus, eine der Initiatorinnen der Frauenkleiderbörse. Vor 18 Jahren hatte eine Gruppe von Müttern die Aktion ins Leben gerufen, die seither zweimal jährlich stattfindet und zumeist ausgebucht ist. Die Standgebühr der Verkäufer soll wie immer dem Frauenhaus in Mettmann zugute kommen.

Kleidung, Krimis, Schmuck

Gilla Motzkus verkaufte diesmal auch eigene Sachen und hatte schon nach kurzer Zeit rund 25 Kleidungsstücke verkauft. Aber auch Bücher und Schmuck gehörten zu ihrem Sortiment und wurden gern gekauft. "Markenartikel, schwedische Krimis und Schmuck sind diesmal sehr beliebt", betonte die 63-Jährige. Dass Frauen immer nur Schuhe kaufen, hält sie für ein Klischee: "Man kann hier zwar auch viele Schuhe finden, aber die meisten Frauen möchten keine gebrauchten Schuhe und kaufen sich lieber neue." Die 20-jährige Vivien Zerres bestätigte: "Es werden vor allem Oberteile und Sommerblusen gekauft, aber auch Bücher." Auch sie hatte bereits kurz nach Eröffnung des Trödelmarkts viel verkauft. Die 47-jährige Kundin Gabi Stiefel hielt vor allem nach Markensachen Ausschau. "Man findet hier hochwertige Sachen, die man sich normalerweise nicht leisten würde, weil man dann doch zu geizig ist", erzählte sie. Ein paar Schuhe und ein T-Shirt hatte sie bereits ergattern können. Die 29-jährige Katharina Schug hingegen suchte gezielt nach weiten Blusen: "Nach der Geburt meines ersten Kindes habe ich noch nicht wieder mein altes Gewicht, für diese Übergangszeit suche ich etwas Weites. Es lohnt sich einfach nicht, für die kurze Zeit viel Geld auszugeben", erklärte sie.

Ute Kaiser kaufte an dem selben Stand ein, zu dem sie seit Jahren geht: "Ich kaufe immer bei den gleichen Leuten, da sie genau den gleichen Kleidergeschmack haben wie ich", betonte sie.

Wie dieser Kleidergeschmack aussieht? "Vor allem groß, weit und aus Leinen. Neu kosten diese Sachen ein Vermögen", erklärte die 48-Jährige.

Quelle: RP


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