Ratingen: Schimmel in zwei Klassenräumen
VON PAUL KÖHNES - zuletzt aktualisiert: 31.10.2006 - 23:00Düsseldorf (RPO). Böse Überraschung an der Adolf-Clarenbach-Grundschule: Wegen einer außen feuchten und innen schimmeligen Wand mussten die Kinder einer Klasse unlängst auf unbestimmte Zeit umziehen. Die Sanierung könnte aufwändig werden, wie Experten befürchten.
„Klar ist: Es ist Wasser von außen in die Wand des 60er Jahre-Baus gedrungen. Eigentlich handelt es sich bei dem Klassenraum um einen Kellerraum, er liegt zu einem Drittel unterirdisch“, so der Befund von Volker Hoven, dem Chef der Gebäudewirtschaft. Die Kinder seien sofort umdirigiert worden: zunächst in Räume der evangelischen Kirche, inzwischen in eine ehemalige, jetzt leer stehende Hausmeisterwohnung, die bereits für den Betrieb der offenen Ganztagsschule eingeplant war.
Hoven wartet derzeit auf die Ergebnisse eines ersten Gutachtens. Er ist aber jetzt schon ziemlich sicher: „Nur aufbuddeln und zuschmieren – so einfach wird das nicht funktionieren.“ Welcher Aufwand aber genau getrieben werden muss, ist noch nicht ganz klar. Sorgen bereitet Hoven vor allem das Wetter: „Tiefbau im Winter – immerhin muss vor der Außenwand ausgeschachtet und anschließend die Wand trocken gelegt werden – das ist immer schwierig und kann dauern.“ Er geht bis auf weiteres davon aus, dass von dem Schimmel nur die beiden „Keller-Klassen“ betroffen sind. Trotzdem werden in der kommenden Woche sämtliche Räume der Schule auf ihre Luftbelastung hin geprüft.
Sollte sich Hovens Prognose nicht erfüllen, sollten weitere Räume in Mitleidenschaft gezogen sein, kommt ein Notfallplan zum Einsatz: „Dann wird auf dem Schulhof ein Containerdorf entstehen – Ersatzräume, in denen dann unterrichtet wird“, so Hoven. Preisauskünfte über die Kosten solcher Ausweichquartiere seien vorsichtshalber schon eingeholt. Für die Stadt ist es in diesem Jahr der zweite Schimmel-Notfall in Isenbügel. Im Frühjahr war der Kindergarten an der Pestalozzistraße betroffen. Beide Fälle hätten aber nichts mitenander zu tun, sagte Hoven weiter. Die Bauten stammen allerdings aus den 60er Jahren.
Ob angesichts des Sanierungsaufwandes unter Umständen an größere Baumaßnahmen gedacht werden müsse, wollte der Chef der Gebäudewirtschaft nicht kommentieren: „Das ist Sache der Politik vor Ort.“
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