Lintorf: Schüler spielen Theater zum Tag der Einheit
VON MELANIE MEYER - zuletzt aktualisiert: 04.10.2010Düsseldorf (RPO). Der 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit. Zwanzig Jahre ist es her, dass sich der "Eiserne Vorhang" hob und Ost und West zusammenfanden. Das Ende der Deutschen Demokratischen Republik öffnete jedoch nicht nur bei uns die Türen zur Wiedervereinigung, sondern machte auf europäischer Ebene den Weg frei für ein Zusammenwachsen Europas auf einem damals noch zweigeteilten Kontinent. Dieses Stück Zeitgeschichte machten am vergangenen Freitagabend die Schüler der Lintorfer Werner-Heisenberg-Schule mit einem Themenabend vor rund 400 Zuschauern greifbar.
Geschichte lebendig machen, so lautete das Motto der Schüler, die sich an zwei Projekttagen intensiv mit der deutsch-deutschen Geschichte beschäftigten. Denn so bewegend für viele Erwachsene der Mauerfall nach 28 Jahren Diktatur bis heute ist, so weit weg ist dieses Stück Deutsche Geschichte für junge Menschen, die damals noch gar nicht geboren waren und lediglich aus Geschichtsbüchern ihr Wissen nehmen.
Die Idee zu diesem Themenabend hatte Ursula Steinlein. Die engagierte Chemie- und Mathelehrerin sei aus den Sommerferien mit diesem Einfall gekommen und habe das gesamte Kollegium für das interdisziplinäre Projekt gewinnen können, so der stellvertretende Schulleiter Werner H. Walter. Und auch die Schüler seien mit Begeisterung dabei gewesen, sagte er weiter. "Das Thema eignete sich hervorragend für ein selbst inszeniertes modern interpretiertes Theaterstück", so Leonie Karrenberg (14 Jahre), die zusammen mit ihrer Freundin Ronja Weber (14 Jahre) auf der Bühne der Aula den "Weg nach Jalta" darstellte.
Insgesamt zwei Stunden lang mit einer Pause sorgten die Schüler von der sechsten bis zur zehnten Klasse für ein unterhaltsames Programm. Besonders die Darbietung "Heute Bananen" brachte das Publikum zum Lachen, aber auch zum Nachdenken.
Die Veranstaltung endete mit einem fulminanten Trompetensolo beziehungsweise der Nationalhymne. Dieser Abend zeugte von sehr viel Engagement seitens der Lehrer und noch mehr Bereitschaft der Schüler, einen Abend zu gestalten, der Geschichte für alle Generationen zum Anfassen machte – dank des beachtlichen Engagements.
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