Ratingen: Schützen suchen neuen Chef
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 20.04.2010Düsseldorf (RPO). Bei der St.-Sebastiani-Schützenbruderschaft steht ein Führungswechsel an – jetzt noch nicht, spätestens aber im Frühjahr 2011. Karl-Heinz Schneider, der Chef der Bruderschaft, will nach 14 Jahren an der Spitze abtreten.
Im August wird er 67 Jahre alt. Das Spielwarengeschäft Singendonck, das er auf der Bechemer Straße betreibt, wird demnächst schließen, der Ausverkauf läuft (die RP berichtete). Kurzum: Schneider schaltet ein paar Gänge zurück.
Wie wird es im Vorstand weitergehen? Im Führungszirkel spricht man nicht gern öffentlich über Personalentscheidungen – erst recht nicht vor dem großen Schützenfest, das im Sommer die Massen in die Innenstadt lockt und stets ein Spektakel für die ganze Familie ist.
Erst nach dem Fest will man sich also mit der Besetzung der Spitze beschäftigen. Intern gibt es einige Kandidaten, die für das Amt in Frage kommen. Ein Name, der gehandelt wird: Gero Keusen. Der Hauptmann der Wilhelm-Tell-Kompanie, ein Mann des Winter- und Sommerbrauchtums, drängt nicht mit aller Macht nach vorne. Doch Kenner der Schützen-Szene wissen: Der Gero würde das machen, allerdings nicht um jeden Preis. Wenn es zum Beispiel einen anderen Kandidaten geben sollte, der als Idealbesetzung gilt, dann würde Keusen diesen Mann unterstützen.
Der Ex-Karnevalsprinz löste Benno Sommer, den Stellvertreter Schneiders, auf einer turbulenten Versammlung ab (die RP berichtete).
Fest steht: Keusen, der Hauptmann der Tellaner, wird dieses Amt abgeben, weil er sich ganz auf die Vorstandsarbeit der St.-Sebastiani-Bruderschaft konzentrieren will. Nachfolger soll Michael Gérard werden, der amtierende König der Tell-Kompanie.
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