Homberg: Sparziel: 200.000 Euro
VON STEFAN MÜLDERS - zuletzt aktualisiert: 13.11.2006Düsseldorf (RPO). Die Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann tagte in Homberg. Die Referate müssen sich auf viele neue Aufgaben einstellen.
In Homberg kam am Wochenende die Synode des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann zusammen, um über die Prioritäten der kommenden Jahre zu beraten. 90 Abgeordnete aus den elf Kirchengemeinden Erkrath, Graf-Recke-Stiftung Düsselthal, Haan, Hilden, Hochdahl, Hösel, Homberg, Linnep, Lintorf-Angermund, Mettmann und Ratingen beschlossen die Vorlage der Koordinierungsgruppe.
Vier der fünf Referate sind von den Sparplänen betroffen. Ausgenommen ist das Kindergarten- und Schulreferat. „Die Kindergärten wurden im letzten Jahr dazu genommen. Das Referat ist eine Investition in die Jugend und hier stehen in den nächsten Jahren gewaltige Aufgaben an“, erklärt Superintendent Frank Weber. „Es gab keinen Zweifel an der Priorität dieses Referates. Wir würdigen damit auch die in der Vergangenheit aufgebaute Selbstverständlichkeit dieser Arbeit.“ Im Großen und Ganzen werden den Referaten neue Aufgaben zugeteilt. Die Stelle für die Notfallseelsorge wird halbiert. Jürgen Draht soll künftig mit den frei werdenden 50 Prozent andere Tätigkeiten übernehmen. Die Umsetzung erfolgt erst, wenn eine entsprechende Stelle gefunden ist. Außerdem soll 2007 eine Stiftung für die Notfallseelsorge im Kreis Mettmann entstehen. „Unsere Mitarbeiter sollen keine finanziellen Einbußen erleiden“, sagt Weber. „Wir haben uns auf die Änderung des Dienstumfanges konzentriert.“
Theater zum Kirchentag
Der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann beteiligt sich mit dem Theaterprojekt „Artrioshka“ am Kirchentag im Juni 2007 in Köln. 80 Jugendliche aus Polen, Russland, Litauen, der Ukraine, dem Kongo und Deutschland führen Straßentheater zum Thema „Migration“ auf. Volker Horlitz (Hochdahl) bekam von der Kirchentagsleitung ein blaues Fass überreicht. Das soll mit Düsselwasser gefüllt und zum Kirchentag mitgebracht werden.
Das Familienbildungswerk des Kreises soll mit der Erwachsenenbildungsstätte der Gemeinde Hilden zu einem gemeinsamen Bildungswerk fusionieren. Das Konzept dazu wird der Kreissynode 2007 vorgelegt. Das Referat Öffentlichkeitsarbeit bleibt erhalten, allerdings entfallen künftig 30 Prozent der Arbeit von Diemut Meyer auf das Fundraising. Hier schließt sich der Kreis zur Notfallseelsorge. Denn Meyer wird in einen Hauptteil ihrer Fundraising-Arbeit im kommenden Jahr mit der Vorbereitung der Stiftung beschäftigt sein.
Insgesamt sollen durch diese Maßnahmen in den nächsten fünf Jahren 200 000 Euro eingespart werden. Die Summe ist allerdings nicht linear beschlossen. „Wir müssen jetzt Jahr für Jahr prüfen, wie weit wir gekommen sind und welche weiteren Maßnahmen zur Erreichung des Einsparzieles notwendig sind“, erläutert Weber. „Wir wissen noch nicht, was uns die Stiftung bringen kann und was sonst noch aus dem professionalisierten Fundraising für unseren Kirchenkreis herauszuholen ist.“
Änderungen für die Gemeinden ergeben sich aus den Beschlüssen nicht. Die Neuordnung von Kirchenmusik, Kindertagesstätten-Trägerschaften und Krankenhausseelsorge stehen 2007 auf der Agenda. Allerdings wurden die Gemeinden gebeten, die Neubesetzung von frei werdenden Stellen mit dem Kirchenkreis abzustimmen. Das sei allerdings nur ein Appell, stellt Weber klar.
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