Heiligenhaus: Spenden für Rumänien
zuletzt aktualisiert: 28.09.2007Düsseldorf (RPO). Petra und Dr. Carl-Heinz Ullrich bauen die Arbeit ihres Vereins „Vergessene Kinder“ aus.
Alle drei bis vier Wochen startet ein Hilfstransport Richtung Rumänien. Aber das ist längst nicht alles.Die Heiligenhauser Petra und Dr. Carl-Heinz Ullrich sind überregional für ihren Verein „Vergessene Kinder“ aktiv. In Gersfeld bei Fulda haben über 60 Sportler eine Geburtstagsfeier zum Anlass genommen, für Unicef und den Verein zu spenden. Der Jubilar, Jürgen Pfeiffer, selbst ehemaliger Deutscher Meister der Senioren im Weitsprung, hatte alle Gäste gebeten, statt Geschenken für ihn das Kinderhilfswerk Unicef und „Vergessene Kinder“ zu unterstützen. Er hatte vor Jahren den Verein auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Heiligenhaus kennen gelernt. Diese Anregung kam bei allen Beteiligten hervorragend an.
Eine Super-Idee – das fand auch Petra Ullrich, die 1. Vorsitzende des Vereins: „Dank solcher Aktionen, die keinerlei zusätzliche Kosten für alle Gratulanten bedeuten, können wir unsere Hilfsprojekte für Waisenkinder und tumorkranke Kinder weiterführen. Man mag es kaum glauben, aber es ist Wirklichkeit, dass es innerhalb weniger Jahre dank des Vereins keine bettelnden Straßenkinder in einer Stadt von 100 000 Einwohnern mehr gibt.“ Sie freue sich darüber, dass immer mehr Menschen Sachspenden zur Sammelstelle am Medizinischen Zentrum am Südring 180 in Heiligenhaus bringen. Innerhalb von drei bis vier Wochen komme ein gut gefüllter Sattelschlepper zusammen.
Ernährung sichern
„Entscheidend für unsere Möglichkeiten, weiter und besonders effektiv zu helfen, sind neben den Sachspenden eine finanziell bessere Ausstattung des Vereins. Nur so können wir die Sachspenden zu den betroffenen kranken Kindern und Waisenkindern bringen, und nur so können wir menschenwürdige Wohnverhältnisse schaffen und für eine gesicherte Ernährung der Kinder und Jugendlichen sorgen“, so Petra Ullrich. Nur so könne der Verein auch das sehr erfolgreich gestartete Straßenkinderprojekt weiterführen.
Die Transporte seien inzwischen so teuer geworden, dass sie den Wert der Sachspenden überträfen. Mit Aktionen wie die der Sportler in Gersfeld, Anlässen wie Geburtstage, Betriebsfeiern bis hin zu Beerdigungen, bei denen statt anderer Zuwendungen ein entsprechender Geldbetrag für den Verein gespendet werde, könne man notleidende Kinder glücklich machen.
Durch den Erfolg beflügelt, hat der Verein inzwischen eine Sozialstation eingerichtet, die der anderen Gruppe von Menschen in Siebenbürgen, die Hilfe brauchen, zu gute kommt. Die rüstigen Menschen sind ins westliche Ausland gegangen, da dort für sie bessere Arbeitsmöglichkeiten bestehen. Zurück bleiben die Kinder und älteren Menschen.
Ullrich: „Zum Teil sind diese – aus Armutsgründen – so hilflos, dass wir sie aus irgendeiner Ecke aufsammeln und auf der Sozialstation aufpäppeln.“
So schließe sich der Kreis vom Waisenkind bis zum hilflosen älteren Menschen, denen Vergessene Kinder effektive Hilfe gewähre. Den jungen Menschen wird neben einer menschlichen Betreuung die Möglichkeit zur beruflichen Entwicklung gegeben, die Älteren werden resozialisiert.
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