Ratingen: Stadt prüft 50 Straßen
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012Ratingen (RP). Zu schmal und zu gefährlich – die Fahrer der Müllabfuhr haben auf zahlreichen Anlieger- und Stichstraßen große Probleme. Eine Lösung: Bürger bringen die Tonnen zu Sammelplätzen. Auf die Verwaltung kommt viel Arbeit zu.
Die Gesundheit der Fahrer, die Tag für Tag auf den Straßen Ratingens unterwegs sind und die Müllabfuhr verlässlich gewährleisten, steht an oberster Stelle. Beigeordneter Dirk Tratzig und Manfred Fiene, Leiter des Amtes Kommunale Dienste, wollten da erst gar keine Diskussion aufkommen lassen.
Den Ärger der Bürger, die jetzt ihre´ Tonnen zu bestimmten Sammelplätzen rollen müssen, können sie nachvollziehen. Dennoch: In Ratingen gibt es rund 50 Anlieger- und Stichstraßen, die nach einem festen Raster dringend geprüft werden müssen.
Zu schmal, kaum befahrbar, zu gefährlich – jahrelang haben sich die 30 Fahrer, die laut Marcus Lomberg (Einsatzleiter Abfallentsorgung) allesamt Könner ihres Fachs sind, an manchen gefährlichen Stellen mit ihren tonnenschweren Kolossen durchgemogelt. Dies konnte so nicht weitergehen, versicherte Beigeordneter Dirk Tratzig, der seine Tonne selbst zu einem Sammelpunkt ziehen muss und angesichts der eisigen Kälte wahrlich nicht begeistert ist.
Kollege Fiene betonte, dass sich die Dimension des Problems recht schnell abgezeichnet habe. Mittlerweile wurde die Entsorgung in 13 Straßen umgestellt. Auf der Straße Am Tannenbaum in Hösel zeichnete sich das Problem exemplarisch ab.
Die Stadt muss für jede Straße, die in Frage kommt, eine sogenannte Gefährdungsbeurteilung erstellen. Am Fontaneweg in Ratingen Ost ist dies bereits geschehen. Dort müssen die Bürger seit dem 1. Februar die Tonnen zu einem Sammelplatz bringen. "Wir hatten dort keine andere Möglichkeit", erläuterte Petra Bachhuber-Pentz, Abteilungsleiterin Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, "der Fontaneweg ist definitiv zu schmal."
Wie wird die Stadt verfahren? Es gibt die Möglichkeit, das Gebührensystem zu verändern. Zudem soll geprüft werden, ob der Einsatz kleinerer Fahrzeuge, die wegen des geringeren Volumens häufiger fahren müssen, überhaupt Sinn macht. Die Ergebnisse sollen in einer Vorlage der Stadt noch vor dem Sommer in den politischen Gremien vorgestellt werden.
Laut Fiene muss jede Straße mit ihren besonderen Begebenheiten einzeln beurteilt werden – und dies sei auch die besondere Schwierigkeit.
Und was sagen die Anlieger? Grundsätzlich habe man verärgert und ablehnend reagiert, denn bisher habe die Müllabfuhr reibungslos funktioniert. In einem Fall wurde eine Klage eingereicht (Am Pöstchen). Frage des Tages
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum