Ratingen: Start für neue Rathaus-Pläne
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 25.03.2011Düsseldorf (RPO). Ratstrakt erneuern, Ostflügel abreißen, Tiefgarage sanieren und ausbauen, Hauptgebäude neu errichten – der Rat fasste gestern einen Grundsatzbeschluss zur Zukunft der Verwaltungszentrale.
Gut möglich, dass der Rat in seiner gestrigen Sitzung endlich das entscheidende Kapitel zur Zukunft des Rathauses aufgeschlagen hat. Das Stadtparlament votierte mit 44 Ja-Stimmen und elf Enthaltungen (es gab keine Nein-Stimmen) für den Grundsatzbeschluss, die neuen Pläne der Verwaltung und des Arbeitskreises Rathaus voranzutreiben. Die wesentlichen Schritte: Ratstrakt erneuern, Ostflügel abreißen, Tiefgarage sanieren und ausbauen, das Hauptgebäude neu errichten (die RP berichtete bereits). Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 26,5 Millionen Euro.
Kämmerer Klaus Konrad Pesch erläuterte in einem Vortrag die Pläne. Dass die ehemaligen Räume der Feuerwehr an der Lintorfer Straße notgedrungen als Interimslösung für Mitarbeiter der Verwaltung herangezogen werden müssen, wollte Pesch nicht verhehlen. Dennoch mache die Rathaus-Lösung insgesamt Sinn, betonte der Erste Beigeordnete, der für seinen Rathaus-Vorstoß mit Lob geradezu überschüttet wurde. Hannelore Hanning (FDP) und Susanne Stocks (Grüne) kritisierten indes, dass die Vorlage der Verwaltung erst am Montag in den Fächern lag. Es habe schlichtweg die Zeit gefehlt, die Ausarbeitungen fraktionsintern aufzuarbeiten und darüber zu diskutieren.
Aus Sicht von CDU, BU und SPD spielte vor allem der Zeitfaktor die entscheidende Rolle. Man müsse endlich zu einer Lösung kommen hieß. Christian Wiglow (SPD) betonte, dass man mit diesem Beschluss den Gordischen Knoten wohl durchschlagen werde. Aus Sicht der BU ist es wichtig, einen Kosten-Controller heranzuziehen und zu prüfen, ob eine Sanierung der Tiefgarage (auch Tropfsteinhöhle genannt) wirklich Sinn macht. Die BU, so betonte der stellvertretende Fraktionschef Alexander von der Groeben, habe sich immer für eine wirtschaftliche Lösung in Sachen Rathaus stark gemacht. Ewald Vielhaus, der CDU-Fraktionschef, räumte ein, dass man zwar einige Kröten schlucken müsse (zum Beispiel bei den Umzugskosten), dennoch sei der Vorstoß der Verwaltung insgesamt ein Gewinn in einer Situation, die lange Zeit verfahren erschien.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum