Lintorf: Streit um Baugenehmigung
VON JOACHIM PREUSS - zuletzt aktualisiert: 26.03.2009Düsseldorf (RPO). Der Unternehmer Werner Schiffer will am Konrad-Adenauer-Platz die ehemalige Kneipe "Zur Post" um- und ausbauen und seinen Betrieb auf dem Gelände erweitern. Die Stadt verweigert die Baugenehmigung.
Stadt: Kein Kommentar
Auf RP-Anfrage hieß es gestern von der Stadtverwaltung:
"Die Stadt Ratingen sagt gar nichts dazu, weil es sich um ein Bauvorhaben handelt, das nicht im öffentlichen Interesse steht."
Seit etwa 100 Jahren wird am Konrad-Adenauer-Platz eine Gaststätte betrieben. Auch früher habe es dort ein Hotel gegeben, wie Werner Schiffer sagte.
Das Projekt sollte seine Altersversorgung werden: Werner Schiffer (67) will der ehemaligen Gaststätte "Zur Post" am Konrad-Adenauer-Platz neues Leben einhauchen: mit Gaststättenbetrieb und zehn Gästezimmern. Gleichzeitig will er im hinteren Bereich des Grundstückes eine Halle für sein Stuck-, Akustik- und Putzunternehmen errichten. Die Baustelle ist seit einem Jahr eingerichtet und komplett eingerüstet. Doch seit längerer Zeit ruhen die Arbeiten: Schiffer und sein Sohn Andreas ringen mit der Stadt Ratingen um die angeblich längst mündlich zugesagten Baugenehmigungen.
Bauarbeiten ruhen
Die Schiffers haben das alte Gebäude und ein Gelände zur Bahnseite bereits 1998 erworben. Dazu kauften sie von der Bahn AG ein Gelände entlang der Gleise: Dort gab es früher einige Schrebergärten. Auf diesem Gelände, so Werner Schiffer, sei neben dem Biergarten und den erforderlichen Parkplätzen eine etwa 300 Quadratmeter große Halle geplant: Damit will der Unternehmer seinen Betrieb erweitern. Zurzeit habe er 20 Mitarbeiter, er wolle zusätzlich acht einstellen. Auch der Gaststätten- und Hotelbetrieb werde etwa acht neue Arbeitsplätze schaffen, sagte er.
Einen Interessenten für die Pacht habe er bereits: Der Gastronom aus Düsseldorf habe bereits alle Pläne fertig und frage ständig nach dem Ende der Umbauarbeiten: Der Betrieb sollte eigentlich schon längst laufen.
Doch mit der Stadt Ratingen streitet Schiffer seit zwei Jahren um die Baugenehmigungen für die Halle, die Parkplätze und den Biergarten. Der Junior, der in die Firma eingestiegen ist, beschreibt es so: "Seit 2006 sind wir munter in Gesprächen." Die Vorgaben des Bauamtes habe man stets vom Architekten umsetzen lassen, doch dann habe man nur lapidar erfahren, dass es keine Baugenehmigung gebe. Seit der jüngsten Absage erreiche man die Verantwortlichen nicht mehr. Werner Schiffer: "Ich weiß nicht mehr weiter. Wir haben alles gemacht, was die Verwaltung verlangte. Das sollte doch mein Altersversorgung werden."
Einer der Knackpunkte ist offenbar, dass ein Teil der Fläche von Straßen NRW als Baugelände während der Errichtung der Unterführung benötigt werde. Dort sollen die Parkplätze hin, die man für den Betrieb der Kneipe und des Hotels brauche.
Schiffer sieht darin kein Problem: Während der Bauarbeiten könne er die Stellplätze an anderer Stelle provisorisch ausweisen. Doch die Verwaltung bleibe stur, sagte er.
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