Ratingen: Tiefenbroicher sorgen sich um Stadtteil
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 26.08.2008Düsseldorf (RPO). TIEFENBROICH Der Plan der Stadtverwaltung, in der Nähe der Sohlstättenstraße ein neues Gewerbegebiet entstehen zu lassen, sorgt bei den Tiefenbroicher Bürgern für erhebliche Unruhe.
In einem Schreiben an Bürgermeister Harald Birkenkamp sprechen Ilse Abel und Wilhelm Budde (beide Bürgerverein Tiefenbroich) zahlreiche kritische Punkte an. Die Bürger, insbesondere die Anlieger, seien in Sorge, weil sie bereits durch Flug-und Straßenlärm sowie Abgase überdurchschnittlich belastet würden, heißt es. Ein neues Gewerbegebiet würde diese „oft schon unzumutbare Belastung“ weiter verstärken, so Abel und Budde. Neues Gewerbe würde den mittlerweile zusammengewachsenen Ortsteil „unwiderruflich zerschneiden“, urteilen die Vertreter des Bürgervereins.
Doch Abel und Budde gehen in ihrer Kritik noch weiter: „Die vorhandenen Straßen sind für eine Zunahme des Verkehrs nicht ausgelegt. In diesem Zusammenhang sollte die unmittelbare Nähe des Kindergartens, der Schule und des Seniorentreffs bedacht werden.“ Die Gewerbeflächenanalyse für die Stadt komme zu dem Ergebnis, dass „die weitere Ausweisung von gewerblichen Flächen nicht erforderlich ist“ und „gewerbliche Potentialflächen einer anderen Nutzung zugeführt werden können, da offensichtlich ausreichend Reserven vorhanden sind“. Die Tiefenbroicher sollten nicht noch mehr belastet werden, appellierten Abel und Budde an Bürgermeister Birkenkamp. Der Bezirksausschuss hatte gegen das neue Areal gestimmt.
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