Ratingen: Unwetter-Test bestanden
VON JOACHIM PREUSS - zuletzt aktualisiert: 29.06.2009Düsseldorf (RPO). Die neue Leitstelle musste sich bereits bewähren: Während Umzugs-Chef Joachim Herbrand Schlüssel an seine Kollegen ausgab, schlug die Leitstelle Alarm: Eine Gewitterzelle näherte sich. Wenig später liefen die ersten Notrufe ein – es wurde von der alten Leitststelle endgültig auf die neue umgeschaltet. Und die hatte sofort gut zu tun.
Bereits kurz nach 13 Uhr war vom Niederbeckweg ein Munitionsfund auf einem Bauernhof gemeldet worden: Es handelte sich um eine Flakgranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Kampfmittelräumdienst übernahm.
Dann zog das Gewitter auf: In der Straße An der Kemm in Breitscheid schlug der Blitz in ein Wohnhaus ein: Eine Mutter und ihr Kind mussten mit einem Knalltrauma in die Uni Essen gebracht werden. Mehrere Dachpfannen sowie die Innenwände des Dachgeschosses wurden beschädigt. Fast zeitgleich lief eine automatische Brandmeldung aus dem Postverteilzentrum in Lintorf ein. Zwei Löschfahrzeuge wurden abgezogen. Es war ein Fehlalarm. Vorsorglich war auch die Feuerwehr Mettmann alarmiert worden. Dann wurde ein Baum gemeldet, der nach einem Blitzschlag brennend in die Oberleitung der S-Bahnstrecke Hösel gestürzt war. Die S 6 blieb bis zum Abend außer Betrieb.
Bewährt hatte sich die Entscheidung, die Standorte Lintorf und Tiefenbroich fest zu besetzen. "So konnten die Einsätze mit ausreichenden Kräften beschickt und der begonnene Umzug ungestört fortgesetzt werden", so Einsatzleiter Jan Neumann.
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